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Förderung Ausgleich Kosten und Einkommensverluste für Landwirte in Natura-2000-Gebieten

Umweltschutz & Erhaltung der Umweltqualität

Rinder auf Grünland Neues Fenster: Bild - NATURA 2000 Rinder auf Grünland - vergrößern © MLUL

Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft zum Ausgleich von Kosten und Einkommensverlusten für Landwirte in Natura-2000-Gebieten

 

 

Zielstellung:

Erhaltung bzw. Förderung der Lebensräume und Arten in den für Brandenburg ausgewiesenen besonderen Schutzgebieten gemäß Richtlinie des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (79/409 EWG (EG-Vogelschutzgebiete)) sowie gemäß Richtlinie 92/43 EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH - Gebiete))

Wer kann gefördert werden?

Landwirtschaftliche Unternehmen unbeschadet der gewählten Rechtsform, die den Betrieb selbst bewirtschaften und deren zu fördernde Flächen im Land Brandenburg oder Berlin liegen.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Einhaltung der allgemeinen und speziellen Zuwendungsvoraussetzungen. Eine Nutzungseinschränkung muss auf Grundlage eines Gesetzes, einer Rechtsverordnung oder anderer Voraussetzungen gemäß § 32 Absatz 2 - 3 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) festgelegt sein.

Was wird gefördert?

Extensive Grünlandnutzung

  • a) kein Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdüngemitteln und Pflanzenschutzmitteln
  • b) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Mineraldünger
  • c) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Gülle
  • d) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Dünger aller Art.

Späte und eingeschränkte Grünlandnutzung

Die Nutzung erfolgt:

  • a) nicht vor dem 16. Juni
  • b) nicht vor dem 1. Juli
  • c) erste Mahd bis zum 15. Juni und eine weitere Nutzung erst wieder nach dem 31. August
  • d) nicht vor dem 16. August

Hohe Wasserhaltung

  • a) oberflächennahe/-gleiche Grundwasserstände mit Blänkenbildung bis zum 30. April
  • b) oberflächennahe/-gleiche Grundwasserstände mit Blänkenbildung bis zum 30. Mai
  • c) oberflächennahe/-gleiche Grundwasserstände mit Blänkenbildung bis zum 30. Juni

Extensive Produktionsverfahren im Ackerbau

  • a) Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel
  • b) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Gülle
  • c) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Herbiziden und Insektiziden.

Wie wird gefördert?

Extensive Grünlandnutzung

  • a) kein Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdüngemitteln und Pflanzenschutzmitteln: 140 Euro/ha
  • b) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Mineraldüngern: 41 Euro/ha
  • c) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Gülle: 30 Euro/ha
  • d) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Düngern aller Art: 52 Euro/ha

Späte und eingeschränkte Nutzung

a) nicht vor dem 16. Juni: 45 Euro/hab) nicht vor dem 1. Juli: 85 Euro/hac) Nutzung vor dem 15. Juni und nach dem 31. August: 96Euro/had) nicht vor dem 16. August: 200 Euro/ha

Hohe Wasserhaltung

  • a) oberflächennahe Grundwasserstände mit Blänkenbildung bis zum 30. April: 52 Euro/ha
  • b) oberflächennahe Grundwasserstände mit Blänkenbildung bis zum 30. Mai: 132 Euro/ha
  • c) oberflächennahe Grundwasserstände mit Blänkenbildung bis zum 30. Juni: 200 Euro/ha

Nutzungseinschränkung Ackerland

a) Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel: 77 Euro/ha

b) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Gülle: 30 Euro/ha (Nur Unternehmen mit Gülleanfall im eigenen Betrieb)

c.) zusätzlich zu a) kein Einsatz von Herbiziden und Insektiziden: 91 Euro/ha

Wann und wo ist der Antrag einzureichen?

Der form- und termingebundene Zahlungsantrag auf Ausgleichszulage ist im Rahmen des Antrages auf Agrarförderung bis 15. Mai beim zuständigen Amt für Landwirtschaft des Landkreises / der kreisfreien Stadt einzureichen.

Die Kontaktdaten finden Sie in der rechten Spalte.



Kontakte

Referat 32 - Direktzahlungen, Acker-, Pflanzen- und Gartenbau, Pflanzenschutz, Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau

Irene Kirchner
E-Mail an Irene Kirchner
Tel.: 0331-866-7620
Fax: 0331-27548-7620


Referat 43 - Nationale Naturlandschaften, Naturschutzförderung

Detlef Herbst
E-Mail an Detlef Herbst
Tel.: 0331-866-7556
Fax: 0331-27548-7556