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Gewährung von Ausgleichszahlungen für naturbedingte Nachteile zugunsten von Landwirten im benachteiligten Gebiet Spreewald

Wer oder was kann gefördert werden?

Spreewaldwiese mit Heuschober Neues Fenster: Bild - Spreewaldwiese mit Heuschober - vergrößern © MLUL

Richtlinie über die Gewährung von Ausgleichszahlungen für naturbedingte Nachteile zugunsten von Landwirten im benachteiligten Gebiet Spreewald

 

 

Zielstellung:

Das Ziel der Maßnahme ist der Erhalt einer durch kleinteilige Landwirtschaft geprägten Kulturlandschaft. Es wird ein Ausgleich von Einkommensverlusten gezahlt, der durch die Bewirtschaftung von zersplitterten und zum Teil nur über den Wasserweg erreichbaren Kleinstflächen, die einen hohen Grundwasserstand aufweisen, verursacht wird.

Wer kann gefördert werden?

Zuwendungsberechtigt sind vorbehaltlich spezieller Regelungen bei einzelnen Maßnahmen Betriebsinhaber im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Buchstabe a) der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013, die eine landwirtschaftliche Tätigkeit auf Flächen, deren Nutzung überwiegend landwirtschaftlichen Zwecken dient, ausüben und den Betrieb selbst bewirtschaften. Diese Betriebsinhaber müssen aktive Landwirte im Sinne des Artikels 9 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 sein.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Die Flächen müssen Teil der ausgewiesenen Gebietskulisse im LSG Biosphärenreservat Spreewald sein.

Zusätzlich müssen die allgemeinen und besonderen Zuwendungsverpflichtungen für den Zeitraum von einem Jahr eingehalten werden.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die erschwerte Bewirtschaftung und Pflege von Spreewaldwiesen (Mäh- oder Standweide):

  • Bei der Bewirtschaftung und Pflege von Spreewaldwiesen darf die Einzelflächengröße von 3 Hektar nicht überschritten werden. Die Parzelle muss eine Mindestgröße von 0,02 ha aufweisen.
  • Die Einhaltung aller flächen- oder tierbezogenen gesetzlichen und in den Fördermaßnahmen festgelegten Anforderungen sowie alle sonstigen flächenbezogenen Maßnahmen und Untersuchungsergebnisse sind bezogen auf den Einzelschlag bzw. auf den Tierbestand des Zuwendungsempfängers zu dokumentieren. Zum Nachweis ist die Schlagdokumentation bzw. das Bestandsregister bis zum 31.12. eines jeden Verpflichtungsjahres abzuschließen und für Kontrollzwecke vorzuhalten.
  • Die Beweidung der Standweide ist zu dokumentieren. Gegebenenfalls kann durch die Biosphärenreservatverwaltung die Beweidungsdauer oder der Tierbesatz festgelegt werden.

Welche Einschränkungen gibt es?

Nicht zuwendungsfähig sind Flächen,

  • für die bereits eine Ausgleichszulage gemäß Richtlinie des MLUL zur Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (Verordnung (EU) Nr. 1305/2013, Artikel 31) beantragt wurde,
  • für die keine Nutzungsberechtigung besteht,
  • welche gemäß Artikel 32 Absatz 2 Buchstabe b) und i) der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 im Rahmen der Betriebsprämienregelung beihilfefähig sind,
  • auf denen identische produktionseinschränkende Auflagen durch Dritte vorgegeben sind,
  • auf denen identische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt werden,
  • auf denen Klärschlamm ausgebracht wurde,
  • die räumlich zusammenhängen, eine gleiche Zufahrt besitzen und gleich bewirtschaftet werden und deren Parzellengröße in der Summe 3 ha überschreitet.

Was bekommt der Landwirt?

Die Zuwendung beträgt jährlich bei

  • a) Mähnutzung oder Mähweide mit Technikeinsatz und Landtransport 75 €/ha,
  • b) wie a), Flächen, die nur über den Wasserweg erreichbar sind, 180 €/ha,
  • c) Standweide 50 €/ha.

Wann und wo ist der Antrag einzureichen?

Der Antrag auf Ausgleichszulage ist formgebunden im Rahmen des Antrages auf Agrarförderung bis 15. Mai beim für Landwirtschaft zuständigen Amt des Landkreises / der kreisfreien Stadt einzureichen. Antragsteller, die ihren Betriebssitz im Land Berlin haben, stellen den Antrag beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) Frankfurt/Oder.


Kontakt

Referat 32 - Direktzahlung, Acker- und Pflanzenbau, Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau
Irene Kirchner
E-Mail an Irene Kirchner
Tel.: 0331-866-7620
Fax: 0331-866-7603