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Förderung der Aquakultur und Binnenfischerei

Stabilisierung und Entwicklung des binnenfischereilichen Sektors im Land Brandenburg

Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Aquakultur und Binnenfischerei vom 29. April 2016 (Amtsblatt für Brandenburg – Nr. 21 vom 1. Juni 2016, S. 587 - 593)

Wer kann gefördert werden?

Unternehmen der Aquakultur und Binnenfischerei im Haupt- oder Nebenerwerb als natürliche und juristische Personen aller Rechtsformen sowie andere, vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft für spezielle Maßnahmen benannte Einrichtungen.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Zuwendungen werden nur gewährt, wenn das Vorhaben dazu beiträgt, dass die angestrebte Strukturverbesserung dauerhaft wirtschaftliche Auswirkungen hat, ausreichende Garantien für die Durchführbarkeit und Rentabilität bietet sowie die Schaffung überschüssiger Produktionskapazitäten ausschließt. Die Betriebsstätte des Begünstigten sowie das zu fördernde Vorhaben müssen im Land Brandenburg liegen. Es ist eine formgebundene schriftliche Antragstellung notwendig.

Was wird gefördert?

  • Produktive Investitionen in der Aquakultur für Bau, Ausrüstung, Erweiterung und Modernisierung von Produktionsanlagen
  • Umweltleistungen und Teichpflegemaßnahmen in Form eines Ausgleiches für Mehrkosten und/oder Einkommensverluste
  • Investitionen in Ausrüstungen der Binnenfischerei
  • Investitionen für Bau, Erweiterung, Ausrüstung, und Modernisierung im Bereich der Verarbeitung und Direktvermarktung von Fisch und Fischerzeugnissen zur Steigerung der Wertschöpfung
  • Innovationen in Aquakultur und Binnenfischerei zur Entwicklung technischer, wissenschaftlicher oder organisatorischer Erkenntnisse, Entwicklung oder Markteinführung von neuen Zuchtarten mit guten Marktaussichten oder Beratungsdienste.

Welche Einschränkungen gibt es?

Ein nicht genehmigter vorfristiger Maßnahmenbeginn ist förderschädlich. Zuwendung für Investitionen sollen nur bewilligt werden, wenn die Zuwendung im Einzelfall mehr als 1.500 Euro beträgt. Von der Förderung ausgeschlossen sind u.a.:

  • Betriebskosten
  • Besatzmaßnahmen, außer solche zu Forschungszwecken oder Erhaltungsmaßnahmen
  • eingebrachte Grundstücke, Gebäude, Einrichtungen und technische Anlagen,
  • Landkauf sowie Wohnbauten und deren Zubehör
  • Kreditbeschaffungskosten, Zinsen, Erbbauzinsen, Pachten, etc.
  • Kauf von Patenten und Lizenzen sowie Marken
  • Anlagen zur Produktion von aquatischen Organismen auf Brack- oder Salzwasserbasis
  • Neubau oder die Erweiterung von Teichen
  • Maßnahmen in Zusammenhang der Zucht und Haltung von aquatischen Organismen, die nicht der menschlichen Ernährung dienen
  • Vorhaben mit einer Gesamtinvestition über 200.000 €, ausgenommen sind Besatzmaßnahmen, Forschungsvorhaben sowie Entscheidungen der Verwaltungsbehörde in begründeten Einzelfällen
  • Erwerb von neuen Fischereifahrzeugen, Transportfahrzeuge und Personenkraftwagen sowieweitere Bereiche und Maßnahmen, die der Richtlinie zu entnehmen sind (weitere Details siehe Richtlinie).

Was bekommt der Antragsteller?

Die Höhe der Zuwendung kann je nach Fördergegenstand bis zu 50 oder bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen.

Wo ist der Antrag einzureichen?

Anträge sind schriftlich an das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), Referat 44, Müllroser Chaussee 54, 15236 Frankfurt (Oder) zu stellen.

Anlagen

Teich-in-Teichanlage in einer Karpfenteichwirtschaft © IfB

Externe Links

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF)


Fischerei in Deutschland - Portal des Bundes und der Länder


Bundesanstalt für Landwirtschaft- und Ernährung (BLE)


Bundesministerium für Ernährung- und Landwirtschaft (BMEL)

 


Kontakt

Referat 35 -
Oberste Fischereibehörde
Ute Schmiedel
E-Mail an Ute Schmiedel

Tel.: 0331-866-7652
Fax: 0331-866-7603