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Ökologischer Landbau

Wirtschaftszweig im Einklang mit der Natur

Siebenpunkt Marienkäfer - Larve Neues Fenster: Bild - Siebenpunkt Marienkäfer - Larve  - vergrößern © MLUL

Ökologischer Landbau ist ein ganzheitliches modernes Konzept der Bewirtschaftung, das darauf ausgerichtet ist, Boden, Pflanze und Tier in einen natürlichen Kreislauf zu integrieren. Damit stellt er eine umweltschonende, ressourcenerhaltende und nachhaltige Form der Landwirtschaft dar.

Er arbeitet nach Richtlinien, die den Schutz von Natur und Klima gewährleisten und gleichzeitig die Qualität seiner Produkte sichern. Er trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei, hält Nutztiere besonders artgerecht, fördert das Bodenleben und erhält somit langfristig die Bodenfruchtbarkeit. Er verringert die Belastungen für das Grundwasser durch Nitrat- und Pestizideintrag und er wirtschaftet energieextensiver. Darüber hinaus hat die ökologische Wirtschaftsweise positive Auswirkungen auf Flora und Fauna.

Folgende Maßnahmen stehen beim Ökolandbau im Vordergrund:

  • kein Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln, Anbau wenig anfälliger Sorten in geeigneten Fruchtfolgen, Einsatz von Nützlingen, mechanische Unkraut-Bekämpfungsmaßnahmen wie Hacken und Abflammen
  • keine Verwendung leicht löslicher mineralischer Düngemittel, Ausbringen von organisch gebundenem Stickstoff vorwiegend in Form von Mist oder Mistkompost, Gründüngung durch Stickstoff sammelnde Pflanzen (Leguminosen) und Einsatz langsam wirkender natürlicher Düngestoffe
  • Pflege der Bodenfruchtbarkeit durch ausgeprägte Humuswirtschaft
  • abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen mit vielen Fruchtfolgegliedern und Zwischenfrüchten
  • keine Verwendung von chemisch-synthetischen Wachstumsregulatoren oder von Hormonen
  • begrenzter, streng an die Fläche gebundener Viehbesatz
  • Fütterung der Tiere möglichst mit hofeigenem Futter, wenig Zukauf von Futtermitteln
  • weitgehender Verzicht auf Antibiotika

Der ökologische Landbau entwickelte sich als Initiative von Landwirten und Verarbeitern, die einen hohen Anspruch an den Umgang mit Boden, Pflanzen und Tieren hatten sowie den Wünschen der Verbraucher gerecht werden wollten. Sie schlossen sich zu Anbauverbänden zusammen und stellten gemeinsam private Richtlinien auf. Seit 1991 ist der Begriff "Ökologischer Landbau" gesetzlich geschützt und ist einheitlich für die gesamte Europäische Union in der Verordnung (EG) Nr.834/2007 (Textbox Externe Links EUR-LEX) beschrieben.

 

Weiterführende Beiträge:

  • Kontrollverfahren

    Produktion und Kennzeichnung

    Vor Ort Kontrolle Neues Fenster: Bild - Vor Ort Kontrolle - vergrößern Vor Ort Kontrolle © LELF

    Mit der EG-Öko-Verordnung wurde europaweit ein Kontrollverfahren für den ökologischen Landbau eingeführt. Ziel ist dabei die Transparenz aller Produkte und ihrer Produktion herzustellen, die mit dem Hinweis auf den ökologischen Landbau - wie "Bio", "Öko", "biologisch" und "ökologisch" - vermarktet werden.

  • Öko mit Brief und Siegel

    Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft

    BiO - Logo Neues Fenster: Bild - BIO-Logo BMELV - vergrößern © Logo; BMELV

    Seit September 2001 können Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet werden. Das Bio-Siegel ist das staatliche, verbandsunabhängige und markenübergreifende Erkennungszeichen für biologisch erzeugte landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel.

  • Absatz und Vermarktung ökologischer Landbau

    Bio-Produkte weiterhin gefragt

    Rote Beete im Ökoanbau Neues Fenster: Bild - Rote Beete im Ökoanbau - vergrößern © MIL

    Infolge der sehr positiven Nachfrage- und Marktentwicklung der letzten Jahre werden in Deutschland und in der Region Berlin-Brandenburg mehr Bio-Lebensmittel nachgefragt, als aus regionaler oder sogar aus deutscher Produktion verfügbar sind.

  • Fakten für Brandenburg

    Schwerpunkt Vermarktung

    Kiste mit Bioprodukten Neues Fenster: Bild - Bio-Abokiste - vergrößern © MLUL

    Die Nachfrage nach Bioprodukten hat sich insbesondere seit dem Einstieg des Lebensmitteleinzelhandels und der Discounter in die Vermarktung biologisch erzeugter und verarbeiteter Lebensmittel auch zu einem starken Wachstumsthema für die Ernährungswirtschaft in Brandenburg entwickelt.

  • Umstellung auf ökologischen Landbau

    Anträge auf Förderung

    Getreidefeld Neues Fenster: Bild - Getreidefeld - vergrößern © MIL

    Landwirtschaftliche Unternehmen können Anträge auf Förderung gemäß Richtlinie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Umstellung auf den ökologischen Landbau stellen.

Externe Links

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung


Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.


OrganicXseeds-Deutschland 


Umstellungsberatung

Getreideähre mit Blume © MIL

Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)


Kontakt

Referat 32 - Direktzahlung, Acker- und Pflanzenbau, Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau

Allgemeine Anfragen

Irene Kirchner
E-Mail an Irene Kirchner
Tel.: 0331-866-7620
Fax: 0331-866-7603


Zuständige Behörde für den ökologischen Landbau

Ronny Pötsch
E-Mail an Ronny Pötsch
Tel.: 0331-866-7690
Fax: 0331-866-7603