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Angeln für Kinder und Jugendliche

Mein Hobby ist Angeln!

Kind angelt Neues Fenster: Bild - Kind angelt - vergrößern © MLUL


 

Angeln ist nicht nur für Erwachsene ein tolles Hobby. Auch Kinder und Jugendliche interessieren sich für Tiere und Pflanzen, die im und am Wasser leben. Gehört auch ihr zu denen, die an den vielen Flüssen und Seen in Brandenburg angeln wollen?

Dürfen Kinder angeln?

In Brandenburg dürfen ab 1. August 2006 Kinder und Jugendliche ohne Fischereischein mit der Friedfischangel angeln. Wenn ihr 8 bis 18 Jahre alt seid, benötigt ihr dazu eine gültige Fischereiabgabenmarke (Preis: 2,50 Euro), die in eine grüne Nachweiskarte einzukleben ist. Beides erhaltet ihr bei den unteren Fischereibehörden (Kreisverwaltung), den Geschäftsstellen des Landesanglerverbandes und in weiteren autorisierten Ausgabestellen (z. B. Angelsportläden, Fischer, Zeltplatzverwaltungen).

Die Nachweiskarte zur Fischereiabgabe ist ein wichtiges Dokument mit Namen, Adresse und Alter des Anglers. Die Karte muss immer mitgenommen werden, wenn man angeln geht. Außerdem braucht ihr noch eine Angelkarte als Erlaubnis für den ausgewählten See oder Fluss. Diese Angelkarte kann man beim Fischer oder im Angelladen kaufen. Wer einen Mitgliedsausweis eines Angelvereins hat, kann auf allen Seen und Flüssen, die dieser Angelverein pflegt, angeln.

Angeln mit Kindern © MIL Welche und wie viele Angeln, Haken und Köder darf ich verwenden?

Nachdem ihr Fischereiabgabenmarke und Angelkarte erworben habt, könnt ihr den Fischfang mit zwei Friedfischangeln ausüben. Beim Angeln müsst ihr darauf achten, dass jede Angelrute nur mit einem einschenkligen Haken bestückt werden darf. Als Köder könnt ihr Teig, Getreide und Würmer benutzen. Nicht verwenden dürft ihr Krebse, Köderfische und andere Wirbeltiere, Fetzenköder sowie künstliche Köder (z.B. Spinner, Blinker, Twister, Wobbler) und die Köderfischsenke. Wer eine Angel mit Köder zum Fang auslegt, muss sie ständig beobachten.

Anfüttern

Beim Anfüttern lockt ihr die Fische an die Angelstelle. Dabei solltet ihr daran denken, dass nicht gefressenes Futter am Gewässerboden fault. Werft deshalb nicht zuviel Futter in das Wasser, da sonst die Fische erkranken oder ersticken können. Nicht verbrauchtes Futter nehmt bitte wieder zurück nach Hause.

Ein Fisch hat gebissen ...

Forelle im NetzForelle im Kescher © MIL... und die Freude ist groß. Aber ist der Fisch nicht vielleicht zu klein zum Mitnehmen? Bitte prüft in jedem Fall, ob der gefangene Fisch mindestens so groß wie in der Fischereiordnung oder evtl. auch auf der Angelkarte festgelegt ist. Eine Auswahl diese "Mindestmaße" findet ihr in der Tabelle auf der Kartenrückseite. Wenn der Fisch kleiner ist, muss er so ins Wasser zurückgesetzt werden, dass er weiter leben und wachsen kann. Löst also bitte den Haken vorsichtig oder durchschneidet die Schnur an der Kopfspitze, wenn der Fisch den Haken zu tief geschluckt hat, und lasst ihn schnell wieder schwimmen.

Manche Fischarten dürfen zu bestimmten Zeiten nicht gefangen werden, weil sie dann gerade laichen. Andere Arten, von denen es nur noch sehr wenige Tiere gibt, dürfen gar nicht gefangen werden. Diese Fische werden "geschont", damit sie nicht aussterben. Informiert euch im "Schonzeitkalender" und entlasst die "geschonten" Fische in die Freiheit. Fische, die ihr nicht kennt, setzt ebenfalls zurück, es könnte ja sein, dass sie unter Schutz stehen. Wenn ihr euch davon überzeugt habt, dass ihr "euren" Fisch mitnehmen dürft, betäubt ihn zuerst mit kräftigen Schlägen auf den Kopf und tötet ihn danach mit einem Messerstich in das Herz, damit er nicht unnötig leidet.

Durchführung des Herzstichs

Durchführung des Herzstichs bei FischenSo wird das Herz eines gefangenen Fisches durchstochen.

 

 

 

 

 

 

 

Der Herzstich wird auf der Bauchseite in der Kehlgegend vor den Brustflossen durchgeführt (Abbildung). Es ist auch möglich, nach dem Betäuben den Kopf abzuschneiden. Auf keinen Fall lasst die Fische ersticken. Das ist Tierquälerei! Auch beim Hältern (Aufbewahrung lebender Fische) in zu kleinen Setzkeschern leiden die Fische. Deshalb ist es besser, sie gleich zu betäuben und zu töten.

Wie verhalte ich mich am Ufer?

Wählt euren Angelplatz am Ufer so, dass Pflanzen und Tiere am und im Wasser nicht darunter leiden. Besonders das Röhricht ist für Fische, aber auch für Vögel, wichtig. Dort finden sie Nahrung und Schutz und legen auch ihre Eier ab. Diese Plätze dürfen nicht betreten oder gar zerstört werden. Damit es weiterhin viele Fische und andere Tiere in und an unseren Gewässern geben kann, müssen ihre Eier und Jungtiere geschützt werden.

Schützt eure und unsere Umwelt!

  • Vermeidet es, andere Angler oder Fischer durch laute Geräusche, Herumtoben oder ähnliches zu stören oder zu behindern.
  • Jeder Angler möchte einen sauberen Angelplatz vorfinden. Dazu könnt auch ihr beitragen, indem ihr euren Müll wieder mitnehmt.
  • Werft keine toten Fische ins Wasser oder in Abfallkörbe.

Mindestmaße und Schonzeiten für Fische

Mindestmaße für einige Fische, die ihr mit der Friedfischangel angeln könnt:

  • Aal: 50 cm
  • Quappe: 30 cm
  • Aland: 30 cm
  • Schleie: 25 cm
  • Hasel: 15 cm
  • Karpfen: 35 cm
  • Barbe: 40 cm
  • Rapfen: 40 cm
  • Zope: 20 cm

Die dick gedruckten Fischarten haben keine Schonzeiten. Die Schonzeiten für andere Arten lest ihr in der Fischereiordnung nach.

Fischarten, für die es keine Mindestmaße und keine Schonzeiten gibt:

  • Barsch
  • Güster
  • Rotfeder
  • Blei
  • Karausche
  • Silberkarpfen
  • Giebel
  • Marmorkarpfen
  • Zwergwels
  • Graskarpfen
  • Plötze
  • Döbel
  • Regenbogenforelle
Letzte Aktualisierung: 09.06.2016

Externe Links

Deckblatt Broschüre Friedfischangeln ohne Fischereischein

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF)



Kontakt

Referat 35 - Oberste Jagd- und Fischereibehörde
Anke Ruge
E-Mail an Anke Ruge
Tel.: 0331-866-7653
Fax: 0331-27548-7653