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Streckenstatistik für das Jagdjahr 2009/10

Erneute Steigerung der Streckenergebnisse bei wiederkäuendem Schalenwild

Statistik symbolisiert Neues Fenster: Bild - Streckenstatistik 2009/10 - vergrößern © MIL

Das Jagdjahr 2009/10 wurde in Brandenburg durch eine erneute Steigerung der Streckenergebnisse bei wiederkäuendem Schalenwild geprägt. Dies zeugt einerseits vom ungebrochenen Engagement der Brandenburger Jägerinnen und Jäger, lässt andererseits jedoch auch auf anhaltend hohe bzw. steigende Bestände schließen.

Nie zuvor wurde in Brandenburg soviel Rotwild erlegt: 9.267 Stück. Das Ergebnis bedeutet eine nochmalige Streckensteigerung um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Damwild

Die Damwildstrecke hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung genommen und ihren vorläufigen Höhepunkt im Jagdjahr 2007/08 mit 14.136 Stück erreicht. Das Jagdjahr 2009/10 erbrachte ein Ergebnis, das mit 13.898 Stück Damwild diesen Rekord nur knapp verfehlte. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Strecke um 3 Prozent gesteigert werden.

Muffelwild

Das Muffelwild hat von den in Brandenburg vorkommenden Schalenwildarten die geringste jagdwirtschaftliche Bedeutung. Seit vier Jahren steigt seine Jahresstrecke jedoch kontinuierlich an und erreicht im Jagdjahr 2009/10 insgesamt 1.179 Stück, ein deutliches Streckenplus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Tabelle Jagdstrecke 2009/10Neues Fenster: Bild vergrößern © Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde

Rehwild

Einen weiteren Streckenrekord erbrachte auch die Auswertung der Rehwildstrecke. Das Ergebnis des Vorjahres wurde mit 4 Prozent abermals übertroffen. Im Jagdjahr 2009/10 kamen insgesamt 72.412 Rehe zur Strecke, eine bislang in Brandenburg unerreichte Zahl.

Schwarzwild

Die Schwarzwildstrecke des Jagdjahres 2008/09 mit über 80.000 erlegten Sauen konnte im zurückliegenden Jahr nicht erreicht werden. Es wurden 60.640 Stück Schwarzwild der Population entnommen, was ein Streckenminus von 24 Prozent zum Vorjahr bedeutet.

Niederwild

Die Niederwildstrecken blieben im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Feldhasenstrecke wuchs im Jagdjahr 2009/10 auf 3.681 Exemplare an (5 Prozent mehr als im Vorjahr), wobei der Hauptteil der Strecke weiterhin durch den Straßenverkehr erbracht wird. 1.593 erlegte Fasane bedeuten eine 5 prozentige Verringerung der Strecke gegenüber dem vorigen Jagdjahr; die hohe Entenstrecke des letzten Jahres konnte nicht ganz erreicht werden, 11.062 erlegte Enten stehen 2009/10 zu Buche. Darüber hinaus konnten 3.799 Gänse, 2.671 Ringeltauben und 66 Kaninchen in der Statistik verbucht werden.

Rotfuchs

Die Rotfuchsstrecke sank im Vergleich zum Vorjahr weiter ab und erreichte nur noch eine Höhe von 28.976 Exemplaren. Die Streckensteigerung beim Dachs hat sich erstmals nicht weiter fortgesetzt, allerdings fehlen nur wenige Exemplare auf der diesjährigen Strecke zur Erreichung der vorjährigen Höchstmarke. Im Jagdjahr 2009/10 konnten 2.941 Dachse erlegt werden.

Waschbär

Die Waschbärenstrecke erreichte wiederum ein fünfstelliges Niveau. Der Streckenrekord des Vorjahres wurde nur knapp verfehlt, zu Buche stehen im Jagdjahr 2009/10 insgesamt 10.291 Waschbären. Die im letzten Jahrzehnt kontinuierlich angestiegene Mink-Strecke erreichte im zurückliegenden Jagdjahr eine Höhe von 212 Exemplaren. Demgegenüber sank die bislang durch einen jahrelangen Aufwärtstrend gekennzeichnete Strecke des Marderhundes in Brandenburg deutlich ab. Im Jagdjahr 2009/10 kamen lediglich 5.860 Marderhunde zur Strecke, 70 % der Strecke des Vorjahres. Als Ursache für den vermutlichen Besatzrückgang kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit die sich von Mecklenburg-Vorpommern ausbreitende Staupe und Räude in Betracht.

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Tel.: 0331-866-7655
Fax: 0331-27548-7655


Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde mit Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft
Dr. Kornelia Dobiáš
E-Mail an Dr. Kornelia Dobiáš 
Tel.: 03334-2759-159
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