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EGFL - Direktzahlungen (1.Säule)

Kernstück der EU-Agrarpolitik

Getreidefeld mit Mohn Neues Fenster: Bild - Getreidefeld mit Mohn - vergrößern © MIL

Die Direktzahlungen bilden das Kernstück der EU-Agrarpolitik. Mit der Umsetzung der Agrarreform 2005 wurde mit der weitest gehenden Entkopplung der Beihilfegewährung von der Erzeugung dem Anliegen Rechnung getragen, zunehmend die Erhaltung der Kulturlandschaft in das Zentrum der EU-Agrarpolitik zu rücken.

EU-Förderperiode 2014 – 2020

Mit der Fortführung der EU-Agrarreform (GAP) 2014-2020 soll die Landwirtschaft in Europa ökologischer und nachhaltiger werden. Ab 01.01.2015 wird die Vergabe der Direktzahlungen noch stärker an die Erbringung von Umweltleistungen geknüpft.

Die wesentlichen EU-rechtlichen Grundlagen für die Direktzahlungen in der neuen Förderperiode sind in der Verordnung mit Vorschriften über Direktzahlungen (EU)1307/2013 sowie den dazu gehörigen Durchführungsrechtsakten geregelt. Neben den europaweit verbindlichen Regelungen erhalten diese auch einen gewissen Handlungsrahmen, der entsprechend den spezifischen Bedingungen in den Mitgliedsstaaten ausgestaltet werden kann. Wesentliche Regelungen dazu wurden in Deutschland im Direktzahlungen-Durchführungsgesetz umgesetzt (siehe Informationen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter Direktzahlungen.)

Direktzahlungen ab 2015

Ab 2015 werden die Direktzahlungen aus folgenden Stützungsmaßnahmen bestehen:

Basisprämie

Die Basisprämie löst die bisherige Betriebsprämie ab, wobei das Prämienvolumen in Deutschland bis 2019 sinken wird. Die Gültigkeit der Zahlungsansprüche (ZA) ist am 31.12.2014 abgelaufen. Mit dem Antrag auf Basisprämie 2015 ist die Zuweisung von Zahlungsansprüchen neu zu beantragen. Die Zuweisung von ZA richtet sich bei Vorliegen der Beihilfevoraussetzungen grundsätzlich nach der im Jahr 2015 angemeldeten beihilfefähigen Fläche. Die zunächst regional unterschiedlichen Werte der Zahlungsansprüche werden ab 2017 schrittweise bis 2019 auf einen bundesweit einheitlichen Wert je Hektar angepasst.

In der Region Brandenburg und Berlin wird die Basisprämien für 2015 derzeit auf 160 € je Hektar geschätzt.

Zahlung für dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden –“greening“

Für die Zahlung zur Einhaltung Klima- und Umweltschutz förderlicher Landbewirtschaftungsmethoden, der sog. „Greeningprämie“, werden ca. 30 % des Direktzahlungsvolumens ausgegeben. Landwirte, die die Basisprämie beantragen, beantragen damit auch die Teilnahme am „greening“. Betriebe nach der EU-Öko-Verordnung sind von den Greeningauflagen befreit („green by definition“).

Die „Greeningprämie“ wird jährlich als bundesweit einheitliche Prämie berechnet und ist für 2015 mit ca. 87 € je Hektar kalkuliert. Als Voraussetzung zum Erhalt sind die Vorgaben zur Anbaudiversifizierung, Erhaltung des bestehenden Dauergrünlandes und Ausweisung einer Flächennutzung im Umweltinteresse (Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen auf 5 % des Ackerlandes) zu erbringen.

Umverteilungsprämie

Die Umverteilungsprämie wird wie bereits im Jahr 2014 auch in 2015 für die ersten 46 aktivierten Zahlungsansprüche bundeseinheitlich gewährt. Die Prämie beträgt für die ersten 30 ZA ca. 50 Euro je Hektar und für die weiteren 16 ZA ca. 30 Euro je Hektar.

Zahlung für Junglandwirte

Die Zusatzförderung für Junglandwirte (natürliche Person; juristische Person, Personenvereinigung) erhalten Landwirte, soweit sie die Voraussetzungen erfüllten, bis zu einem Alter von 40 Jahren, die sich erstmals als Betriebsinhaber niederlassen oder während der fünf Jahre vor der Basisprämienregelung niedergelassen haben. Diese wird bundeseinheitlich für maximal 90 mit ZA aktivierte Hektar und für maximal fünf Jahre nach der erstmaligen Betriebsübernahme in Höhe von ca. 44 Euro je Hektar gewährt.

Kleinerzeugerregelung

Die Beantragung der Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung ist 2015 einmalig möglich. Kleinerzeuger erhalten diese Zahlung in Höhe der Summe ihrer bestehenden Ansprüche auf Direktzahlungen, allerdings begrenzt auf maximal 1250 Euro je Betriebsinhaber. Sie sind von der Einhaltung der Greening-Auflagen und CC befreit.

Ab 2015 bis 2019 werden in Deutschland jährlich 4,5 % der Direktzahlungsmittel zusätzlich für die Förderung von Maßnahmen im Rahmen der ländlichen Entwicklung eingesetzt.


Kontakt

Referat 32 - Direktzahlung, Acker- und Pflanzenbau, Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau
Irene Kirchner
E-Mail an Irene Kirchner
Tel.: 0331-866-7620
Fax: 0331-0331-866-7603