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Streckenstatistik für das Jagdjahr 2010/2011

...auch langfristige Erkenntnisse zu Wildbeständen

Statistische Abbildung vor Wildszene Neues Fenster: Bild - Streckenstatistik - vergrößern © MIL

Die Abschusszahlen aus dem Jagdjahr 2010/2011 liegen vor. Durch diese Streckenstatistik können langfristig Erkenntnisse zur Entwicklung der Wildbestände gezogen werden. Die Streckenergebnisse belegen den starken Einsatz der Brandenburger Jägerrinnen und Jäger zur Erreichung gesetzeskonformer Wildbestände. 

Schalenwild

Im Jagdjahr 2010/11 kamen in Brandenburg insgesamt 164.334 Stück Schalenwild zur Strecke. Damit wurden fast 7.000 Stück mehr gestreckt als im Vorjahr; nur in den Jagdjahren 2002 und 2008 war die Strecke noch höher.

Rotwild

Nach dem Streckenrekord des Vorjahres ging die Rotwildstrecke im Berichtszeitraum geringfügig zurück. Es wurden 8.853 Stück Rotwild erlegt. Es ist die dritthöchste Rotwildstrecke, die jemals in Brandenburg erzielt wurde.

Damwild

Die Damwildstrecke hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung genommen und ihren vorläufigen Höhepunkt im Jagdjahr 2007/08 mit 14.136 Stück erreicht. Im Jagdjahr 2010/11 liegt sie mit 13.672 Stück nur knapp unterhalb der Strecke des Vorjahres (13.898 Stück).

Muffelwild

Die Muffelwildstrecke betrug im Jagdjahr 2010/11 insgesamt 978 Stück, 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Rehwild

Die Rekord-Rehwildstrecke des letzten Jagdjahres konnte in diesem Jahr nicht erreicht werden. Die landesweite Auswertung erbrachte eine Strecke von 68.326 Stück, immerhin das dritthöchste jemals in Brandenburg erreichte Ergebnis.

Schwarzwild

Die bisherige Höchstmarke von über 80.000 erlegten Sauen im Jagdjahr 2008/09 blieb im Jagdjahr 2010/11 unerreicht. Dennoch wurden in der Vergangenheit nur dreimal höhere Schwarzwildstrecken in Brandenburg erzielt als im Berichtszeitraum. Mit 72.505 Stück Schwarzwild liegt die Jahresstrecke 2010/11 um 20 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres.


Niederwild

Die Niederwildstrecken sind im Vergleich zum Vorjahr durchweg gesunken.

Feldhase

Die Feldhasenstrecke weist 3.235 Exemplare aus, wobei der Hauptteil der Strecke weiterhin durch den Straßenverkehr realisiert wird.

Fasane

Die Fasanenstrecke ist seit drei Jahren rückläufig. 1.067 erlegte Fasane bedeuten eine 33 prozentige Verringerung der Strecke gegenüber dem vorigen Jagdjahr.

Enten

Mit 9.154 erlegten Exemplaren sank die Strecke der Enten um 17 Prozent und ist erstmals wieder nur vier-stellig.

Gänse

Die Gänsestrecke hält das Niveau der vergangenen sechs Jagdjahre. Es stehen 3.666 erlegte Gänse zu Buche, ein Minus von 5 Prozent.

Kaninchen und Ringeltauben

Darüber hinaus konnten 48 Kaninchen und 1.919 Ringeltauben auf der Jahresstrecke verbucht werden.


Raubwild

Die Raubwildstrecken ergeben ein differenziertes Ergebnis.

Rotfuchs

Der seit drei Jahren zu beobachtende Abwärtstrend der Rotfuchsstrecke hält weiterhin an. Die Strecke des Jagdjahres 2010/11 liegt mit 25.326 erbeuteten Füchsen 13 Prozent unterhalb der Strecke des Vorjahres und bedeutet das niedrigste Ergebnis seit 18 Jahren.

Dachs

Die in den vergangenen 12 Jahren stetig gestiegene Dachsstrecke hat in diesem Jagdjahr zu einem neuen Streckenrekord geführt. Erstmals wurden in Brandenburg 3.157 Dachse erlegt.

Waschbären

Der in den beiden letzten Jagdjahren bereits beobachtete rasante Anstieg der Waschbärenstrecke erreichte 2010/11 eine neue Höchstmarke. Die 11.769 erlegten Waschbären bedeuten für Brandenburg einen erneuten Streckenrekord (Plus 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Marderhund

Die bislang nicht nur in Brandenburg durch einen jahrelangen Aufwärtstrend gekennzeichneten Strecken des Marderhundes hatten bereits im letzten Jagdjahr einen deutlichen Rückgang erlebt. In diesem Jahr kamen landesweit nur 5.654 Marderhunde zur Strecke. Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklung die offenbar durch Krankheiten dezimierte Population nimmt.

Die Strecken beim Steinmarder und Mink halten ungefähr das Niveau der letzten Jahre. Im Jagdjahr 2010/11 stehen 1.390 Steinmarder sowie 197 Minke zu Buche.

Kontakt

Referat 35 - Oberste Jagd- und Fischereibehörde
Volker Seweron
E-Mail an Volker Seweron 
Tel.: 0331-866-7655
Fax: 0331-27548-7655