MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

Umgebungslärm

Vollzug der §§ 47 a bis f des Bundes-Immissionsschutzgesetzes im Land Brandenburg

Potsdam - Straßenverkehrslärm auf der Langen Brücke (alte Verkehrsführung) (© Hartmut Krentz)Potsdam - Straßenverkehrslärm auf der Langen Brücke (alte Verkehrsführung) © Hartmut KrentzDer Brandenburger Weg - Grundlage für die Umsetzung der europäischen Umgebungslärmrichtlinie

Erhebungen des Umweltbundesamtes zeigen, dass sich ein gleichbleibend großer Teil der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland durch Lärm gestört oder belästigt fühlt. Der Umgebungslärm, insbesondere der Straßenverkehrslärm, ist hierfür eine der Hauptursachen. Eisenbahnverkehrslärm, Fluglärm sowie Gewerbelärm erweisen sich als weitere Hauptlärmquellen. Auch Wohn- und Nachbarschaftslärm ist oft Ursache für Belästigungen.

Das MLUL misst insbesondere dem planerisch erzielbaren und vorsorgenden aktiven Lärmschutz eine hohe Bedeutung bei. Viele der jetzt in der EU-Umgebungslärmrichtlinie bzw. in den §§ 47 a bis f des Bundes-Immissionsschutzgesetzes formulierten Anforderungen an die Lärmkartierung und die Lärmaktionsplanung wurden im Land Brandenburg bereits seit 1992 berücksichtigt. Im Rahmen der Lärmminderungsplanung hatten zwischen 1992 und 2004 bereits 58 Städte und Gemeinden und zwischen 2005 und 2017 insgesamt 150 Städte und Gemeinden Lärmaktionspläne aufgestellt. Hierbei hat sich eine gesamtstädtische Betrachtung unter Verzahnung der Lärmaktionsplanung mit der Verkehrsentwicklungsplanung und der Bauleit- bzw. Stadtentwicklungsplanung sowie in jüngster Vergangenheit mit der Luftreinhalteplanung bewährt. Auch für die dritte Stufe der Lärmaktionsplanung zum 18. Juli 2018 wird auf diese Erfahrungen zurückgegriffen.

Eine hohe Belastung der Einwohner durch Umgebungslärm, insbesondere Straßenverkehrslärm, ist in ganz Europa zu beobachten. Dieser Entwicklung wirkt die Europäische Union mit der "Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm" - EU-Umgebungslärmrichtlinie, die mit den §§ 47 a bis f BImSchG in nationales Recht umgesetzt wurde, entgegen. Ziel ist es, ein gemeinsames Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm zu realisieren, um schädliche Auswirkungen einschließlich Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu vermindern. Hierzu werden 2017/2018 erneut die folgenden Maßnahmen vorgesehen:

  • Ausarbeitung strategischer Lärmkarten zur Ermittlung der Belastung durch Umgebungslärm.
  • Ausarbeitung von Lärmaktionsplänen, mit denen Lärmprobleme erforderlichenfalls geregelt werden.
  • Information der Öffentlichkeit über die Lärmkartierung und Aktionsplanung.
  • Übermittlung von Informationen aus den strategischen Lärmkarten und den Aktionsplänen an die Europäische Kommission als Grundlage für die Einführung weiterer Gemeinschaftsmaßnahmen.
Letzte Aktualisierung: 11.04.2017

Übersicht

zur Themenübersicht

Weitere Fachinformationen

Umgebungslärm


Kontakt:

MLUL, Abteilung Umwelt,
Klimaschutz, Nachhaltigkeit
Referat 54
Dipl.-Biophys. Jens Krüsmann
Tel.: 0331/ 866 -7911
E-Mail an: Jens Krüsmann