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Umgebungslärm

Vollzug des Gesetzes zur Umsetzung der EG-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm vom 24. Juni 2004 im Land Brandenburg

Potsdam - Straßenverkehrslärm auf der Langen Brücke (alte Verkehrsführung) (© Hartmut Krentz)Potsdam - Straßenverkehrslärm auf der Langen Brücke (alte Verkehrsführung) © Hartmut KrentzDer Brandenburger Weg - Grundlage für die Umsetzung der europäischen Umgebungslärmrichtlinie

Erhebungen des Umweltbundesamtes zeigen, dass sich ein gleichbleibend großer Teil der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland durch Lärm gestört oder belästigt fühlt. Der Umgebungslärm, insbesondere der Straßenverkehrslärm, ist hierfür eine der Hauptursachen. Eisenbahnverkehrslärm, Fluglärm sowie Gewerbelärm erweisen sich als weitere Hauptlärmquellen. Auch Wohn- und Nachbarschaftslärm ist oft Ursache für Belästigungen.

Die Landesregierung Brandenburg misst insbesondere dem planerisch erzielbaren und vorsorgenden aktiven Lärmschutz eine hohe Bedeutung bei. Viele der jetzt in der EU-Umgebungslärmrichtlinie bzw. in den §§ 47 a bis f des Bundes-Immissionsschutzgesetzes formulierten Anforderungen an die Lärmkartierung und die Lärmaktionsplanung wurden im Land Brandenburg bereits seit 1992 berücksichtigt. Im Rahmen der Lärmminderungsplanung hatten zwischen 1992 und 2004 bereits 58 Städte und Gemeinden Lärmminderungspläne aufgestellt. Als Brandenburger Weg hat sich hierbei eine gesamtstädtische Betrachtung unter Verzahnung der Lärmminderungsplanung mit der Verkehrsentwicklungsplanung und der Bauleit- bzw. Stadtentwicklungsplanung sowie in jüngster Vergangenheit mit der Luftreinhalteplanung bewährt. Bei der Lärmkartierung sowie Lärmaktionsplanung gemäß § 47 c bzw. d des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zum 30. Juni 2007 bzw. 18. Juli 2008 (erste Stufe) konnten diese wertvollen Erfahrungen genutzt werden. Auch für die zweite Stufe der Lärmkartierung bzw. Lärmaktionsplanung zum 30. Juni 2012 bzw. 18. Juli 2013 wurde auf diese Erfahrungen zurückgegriffen.

Eine hohe Belastung der Einwohner durch Umgebungslärm, insbesondere Straßenverkehrslärm, ist in ganz Europa zu beobachten. Dieser Entwicklung wirkt die Europäische Union mit der "Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm" - EU-Umgebungslärmrichtlinie - entgegen. Ziel ist es, ein gemeinsames Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm zu realisieren, um schädliche Auswirkungen einschließlich Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu vermindern. Hierzu werden schrittweise (2007/2008, 2012/2013, 2017/2018 usw.) die folgenden Maßnahmen vorgesehen:

  • Ausarbeitung strategischer Lärmkarten zur Ermittlung der Belastung durch Umgebungslärm.
  • Ausarbeitung von Lärmaktionsplänen, mit denen Lärmprobleme erforderlichenfalls geregelt werden.
  • Information der Öffentlichkeit über die Lärmkartierung und Aktionsplanung.
  • Übermittlung von Informationen aus den strategischen Lärmkarten und den Aktionsplänen an die Europäische Kommission als Grundlage für die Einführung weiterer Gemeinschaftsmaßnahmen.

Weitere Informationen:

EU-Umgebungslärmrichtlinie

Letzte Aktualisierung: 18.07.2014

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Kontakt:

MLUL, Abteilung Umwelt,
Klimaschutz, Nachhaltigkeit
Referat 54
Dipl.-Biophys. Jens Krüsmann
Tel.: 0331/ 866 -7911
E-Mail an: Jens Krüsmann