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11.09.2017Öffentlichkeitsbeteiligung zu gebietsfremden Arten

Potsdam – Das Brandenburger Umweltministerium legt im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung die  Entwürfe zu Managementmaßnahmen für invasive, gebietsfremde Arten vor. Ziel ist, die im Freiland vorkommenden, weit verbreiteten gebietsfremden, invasiven Tier- und Pflanzenarten zurückzudrängen 

Durch die Globalisierung des Handels und die Zunahme des weltweiten Tourismus gelangen zunehmend Tier- und Pflanzenarten aus ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten in neue Länder und Ökosysteme. Gelingt es einer Art sich zu etablieren, sich stark zu vermehren und auszubreiten, können daraus negative Auswirkungen entstehen. Einige dieser Arten können beträchtliche wirtschaftliche Schäden verursachen. In Brandenburg betrifft dies beispielsweise Waschbär und Nutria. Andere Arten werden zum Problem, weil sie  allergische Reaktionen beim Menschen auslösen, zum Beispiel der Riesenbärenklau. Die EU-weit verbindliche Auflistung umfasst aktuell 49 Tier- und Pflanzenarten, die die europäische Artenvielfalt bedrohen. Für Brandenburg ergeben sich insbesondere für folgende freilebend vorkommende Tier- und Pflanzenarten Verpflichtungen:

  • Chinesische Wollhandkrabbe (zahlreiche Nachweise)
  • Kamberkrebs (zahlreiche Nachweise)
  • Signalkrebs (einzelne Vorkommen)
  • Roter Amerikanischer Sumpfkrebs (bisher ein Einzelfund)
  • Blaubandbärbling (vereinzelte Vorkommen)
  • Buchstaben Schmuckschildkröte (vereinzelt)
  • Nutria (zahlreiche Nachweise)
  • Waschbär (flächendeckend verbreitet)
  • Riesenbärenklau (zerstreute Verbreitung)
  • Drüsiges Springkraut (zerstreute Verbreitung)
  • Marderhund (flächendeckende Verbreitung)
  • Bisamratte (in Teillebensräumen flächendeckend)
  • Seidenpflanze (sehr vereinzelt)
  • Nutall’s Wasserpest (vereinzelte Vorkommen)
  • Verschiedenblättriges Tausendblatt (nur ganz vereinzelt in Südbrandenburg)
  • Nilgans (verbreitet)

Seit Inkrafttreten der entsprechenden EU-VO gelten in allen Mitgliedstaaten mit Übergangsfristen für die Haltung der gelisteten Arten Handels- und Transportverbote. So soll verhindert werden, dass gelistete Arten gehalten, verkauft oder weitertransportiert werden. Für die im Freiland vorkommenden Arten sind der frühen Phase der Invasion Beseitigungsmaßnahmen durchzuführen. Darüber hinaus ist für die Arten der Unionsliste ein Überwachungssystem (Monitoring) einzurichten. Die Entwürfe der Managementmaßnahmenblätter, Erläuterungen und Hintergrundinformationen sowie länderspezifische Verbreitungsangaben werden vom

18. September bis 20. Oktober

öffentlich ausgelegt. Die Dokumente können im Anhörungsportal https://www.anhoerungsportal.de und im Landesumweltamt hier eingesehen werden:
 

Landesamt für Umwelt
Seeburger Chaussee 2, 14476 Potsdam, OT Groß Glienicke, Haus 3, Raum 3.28
montags bis donnerstags    von 8 bis 15 Uhr
freitags  von 8 bis 14 Uhr 
 
Landesamt für Umwelt
Von-Schön-Straße 7, 03050 Cottbus, Raum 4.25
montags bis donnerstags  von 8 bis 16 Uhr
freitags  von 8 bis 14 Uhr 
 
Landesamt für Umwelt
Müllroser Chaussee 50, 15236 Frankfurt (Oder), Raum 042
montags bis donnerstags  von 8 bis 15 Uhr
freitags von 8 bis 14 Uhr

Bedenken und Anregungen können bis einschließlich 20. November elektronisch über https://www.anhoerungsportal.de vorgebracht werden. Falls dies nicht möglich ist, können schriftliche Stellungnahmen an das Landesamt für Umwelt Brandenburg, Seeburger Chaussee 2, 14476 Potsdam, OT Groß Glienicke gesendet werden. 

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Kontakt:

MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
E-Mail an Dr. Schade