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09.03.2016Vogelsänger: Pilotprojekt verläuft erfolgreich, Entschlammung der Spreewaldfließe wird fortgesetzt

Potsdam – Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger hat heute in Potsdam mit Kommunalpolitikern der Spreewaldregion eine erste Auswertung des im vorigen Jahr gestarteten Pilotprojekts zur Entschlammung der Spreewaldfließe vorgenommen. „Die ersten Ergebnisse des Pilotprojekt sind vielversprechend und ermuntern zur Fortführung und Ausweitung der Arbeiten“, sagte Vogelsänger.

Im Spreewald behindern verschlammte Abschnitte in den Fließen zunehmend die Kahnschifffahrt und den Wassersport. Durch Schlammablagerung wird auch der Wasserabfluss bei Hochwasser behindert, so dass es zu Überschwemmungen kommen kann. In einem Pilotprojekt an drei Gewässerabschnitten wurden praktikable und kostenminimierende Verfahrensweisen zur Entnahme und Verbringen des Schlamms getestet.

An Gewässerabschnitten im  Peterkanal und am Brodg erfolgte auf der Grundlage von  bodenschutzrechtlichen Analysen und eines naturschutzfachlichen Monitorings das Versprühen des Baggerguts auf gewässernahen Flächen. Im Frühjahr dieses Jahres sind auf den Aufbringungsflächen nochmals Vegetationsuntersuchungen und Bodenproben notwendig, um nach der Aufbringung des Schlamms die Einhaltung der bodenschutzrechtlichen Grenzwerte zu überprüfen. „Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden wir jetzt nutzen, um auch andere Gewässerabschnitte vom Schlamm zu befreien“, kündigte der Minister an.

Am Stadtgraben Lübben war eine Ausbringung des Baggerguts nicht möglich, weil die Schlämme zu sehr belastet sind. Der Schlamm wurde in speziellen Schläuchen (Geotubes) entwässert. Gegenwärtig wird noch geprüft, ob das Baggergut im Baugewerbe und im Landschaftsbau Verwendung finden kann.  

Ausgehend von der Prioritätenliste des Tourismusverbandes werden nun an weiteren Gewässerabschnitten vorbereitende Arbeiten für eine Fortführung der Entschlammung getroffen. Das betrifft den Bürgergraben und den Dortheengraben Lübbenau, den Storchgraben Burg, die Wasserburger Spree sowie Quaasspree und Krausnick in Schlepzig.

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