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Aktion 'Nachhaltige Entwicklung - Lokale Agenda 21'

Zielsetzung

Das Land Brandenburg gewährt Zuwendungen zur Umsetzung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21 der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro 1992, insbesondere zur Unterstützung von Initiativen in den Kommunen (Agenda 21, Kapitel 28). Die Förderung zielt vor allem auf eine nachhaltige Entwicklung in den Dörfern und Städten des Landes sowie auf eine damit im Zusammenhang stehende Stärkung partizipativer Prozesse ab. Die Förderung soll insbesondere die Umsetzung der Landesnachhaltigkeitsstrategie (LNHS) auf lokaler und regionaler Ebene unterstützen. Auf dieser Grundlage ist nachfolgend die Weitergabe der Fördermittel unter Wahrung des Subsidiaritätsprinzipes gegenüber der regulären Förderung geregelt.


Wer kann gefördert werden?

Das Förderprogramm richtet sich grundsätzlich an gemeinnützige Einrichtungen mit Sitz in Brandenburg (z.B. Vereine, Verbände insbesondere ehrenamtliche Nachhaltigkeitsinitiativen) und an Brandenburger Kommunen.


Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

  • Zuwendungen können unter der Voraussetzung gewährt werden, dass das Projekt in Brandenburg durchgeführt wird. Durch den Antragsteller ist die Gewährleistung einer angemessenen Bürgerbeteiligung nachzuweisen.


Was wird gefördert?

Gefördert werden Projekte, Veranstaltungen und Aktionen, die geeignet sind, eine nachhaltige Entwicklung in der Gemeinde bzw. in der Region anzustoßen oder zu stärken (z.B. Erarbeitung und Umsetzung einer Lokalen Agenda 21). Gesellschaftliche Teilhabe und die Verknüpfung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, wobei das Hauptaugenmerk immer auf den Erhalt der natürlichen Lebengrundlagen zu richten ist. Da das Förderprogramm die Umsetzung der Landesnachhaltigkeitsstrategie (LNHS) auf lokaler und regionaler Ebene unterstützen soll, werden insbesondere solche Projekte gefördert, die sich aus den einzelnen Handlungsschwerpunkten der LNHS mit ihren Handlungsfeldern und Maßnahmenkatalogen ableiten lassen.

Beispielsweise sind folgende Maßnahmen vorstellbar:

  • Aktivitäten, die geeignet sind, Bürgerinnen und Bürger für ihre Kommune zu interessieren und an Entwicklungsplanungen teilhaben zu lassen, z.B.: Veranstaltungen, auf denen Leitbilder und Strategien für die kommunale Entwicklung erarbeitet werden, Öffentlichkeitsarbeit zur Information über Entwicklungsplanungen (außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren),
  • Betreuung und Moderation des Agenda- Prozesses in der Gemeinde / im Landkreis,
  • Lösungsorientierte Moderation von Entwicklungsprozessen, die bspw. Nutzungskonflikte beinhalten,
  • Projekte/Initiativen zur konkreten Umsetzung von Beiträgen zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort, z.B. in folgenden Bereichen: Integration von Umweltbelangen in der Landnutzung, Etablierung und Stärkung der regionalen Wertschöpfung insbesondere aus umweltverträglicher Wirtschaft, dezentrale Energiegewinnung, Energieeinsparung und Einsatz regenerativer Energien, schonender Umgang mit Wasser,
  • Projekte und Veranstaltungen, die geeignet sind, bereits bestehende Nachhaltigkeitsinitiativen zu vernetzen, um Erfahrungen auszutauschen und weiterzugeben.

Finanziert werden die unmittelbare Vorbereitung und die Realisierung des Projektes, Öffentlichkeitsarbeit, die konzeptionelle Begleitung und Erfolgskontrolle sowie die Dokumentation und Evaluierung der Ergebnisse.

Die Förderwürdigkeit von Projekten wird auf Basis definierten Kriterien bewertet, die unter folgendem Link zu finden sind:

Grundsätzlich ist für die Prüfung der Förderanträge die Plausibilität der Projektbeschreibung wichtig. Diese sollte eine Beschreibung der Ausgangslage und des sich daraus ableitenden Handlungsbedarfs enthalten. Die unmittelbaren und längerfristigen Projektziele sollten klar formuliert werden, ebenso die Aktivitäten und Methoden, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Aus der Projektbeschreibung sollte für die antragsprüfenden Bearbeiter die Notwendigkeit der einzelnen Positionen im Kosten- und Finanzierungsplan erkennbar sein.


Wie wird gefördert?

Die Zuwendung erfolgt als Anteilfinanzierung für eine Projektförderung. Die Höhe der Zuwendung beträgt i.d.R. bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Förderhöchstbetrag ist auf 5.000 Euro begrenzt. Zuwendungsfähig sind die für die Projektumsetzung erforderlichen Sachkosten und Honorarkosten. Der Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent kann durch den Antragsteller durch unbare Leistungen erbracht werden. Diese sind konkret im Finanzierungsplan aufzuschlüsseln und in geeigneter Form im Rahmen der Verwendungsnachweises abzurechnen.
Nicht zuwendungsfähig sind unter anderem: Gutachten, Studien und Veranstaltungen ohne unmittelbaren Projektbezug, Maßnahmen zur Umsetzung gesetzlich vorgeschriebener Standards, Abschreibungssätze, Personalkosten des Projektträgers sowie originäre Aufgaben des Projektträgers, Umsatzsteuer, soweit sie nach § 15 Umsatzsteuergesetz als Vorsteuer absetzbar ist.


Wo ist der Antrag einzureichen?

Nach abgeschlossenem Vergabeverfahren hat das MLUL die
agrathaer GmbH (Sitz in Müncheberg) mit der Umsetzung des Förderprogramms beauftragt. Die agrathaer GmbH fungiert in diesem Sinn als zuständige Antrags- und Bewilligungsstelle, bei der die formgebundenen, schriftlichen Förderanträge einzureichen sind. Antragsformulare und sonstige Hinweise und Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf
www.aktion-brandenburg.de.
Darüber hinaus können Sie sich mit Fragen zum Antragsverfahren oder zu Ihren Projektideen gern an die zuständigen Mitarbeiter von agrathaer aber auch an das MLUL, Referat 55, Sabine Schneider wenden.

» Im Antrag muss enthalten sein:

  • Projektbeschreibung einschließlich Beschreibung der Ausgangssituation, des Handlungsbedarfs, der angestrebten Ziele sowie eines Arbeits-/Zeitplan und der Angaben zu Projektpartnern und ein Kosten- und Finanzierungsplan
  • Die Erklärung, dass mit dem Fördergegenstand noch nicht begonnen wurde und vor Bewilligung der Zuwendung oder der Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns nicht begonnen wird
  • Nachweis der öffentlichen Zuwendungen und anderer Mittel Dritter
  • Nachweis der Zeichnungsberechtigten des Antragstellers

» Bei kommunalen Antragstellern:

  • Bestätigung, dass die erforderlichen Eigenmittel im Haushalt eingestellt sind und die Folgekosten getragen werden können

» Bei nicht-kommunalen Antragstellern:

  • Der Nachweis, dass die Eigenmittel im Bewilligungszeitraum zur Verfügung stehen (z. B. durch Vorlage einer Bankbestätigung)
  • Eine Erklärung, dass sich der Antragsteller der Subventionserheblichkeit seiner Angaben und der Strafbarkeit des Subventionsbetruges bewusst ist
Letzte Aktualisierung: 16.07.2015

Weitere Informationen


Kontakt:

MLUL, Abteilung Umwelt,
Klimaschutz, Nachhaltigkeit
Referat 54
Sabine Schneider
Tel.: 0331/ 866 -7037
Fax: 0331/ 866 -7061
E-Mail an: Sabine Schneider