MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

Gewerbeabfallverordnung

Mit der Überarbeitung der Gewerbeabfallverordnung gelten seit dem 1. August 2017 für gewerbliche Siedlungsabfälle und bestimmte Bau- und Abbruchabfälle striktere und erweiterte Getrennthaltungs- und Sortierpflichten.

Wie die Praxis zeigt, ist es aufwändig und kostenintensiv, Wertstoffe für ein Recycling aus Abfallgemischen durch eine nachträgliche Sortierung zu generieren. Werden Abfälle dagegen bereits in Gewerbebetrieben getrennt gesammelt, verbessern sich die Voraussetzungen für ein qualitativ hochwertiges Recycling. Eine Pflicht zur Getrennthaltung und stofflichen Verwertung von gewerblichen Siedlungsabfällen besteht nunmehr für die Fraktionen Papier, Glas, Kunststoffe, Metalle, Bioabfälle, Textilien und Holz, sowie für weitere Abfallfraktionen, die mit Haushaltabfällen vergleichbar sind. Erzeuger und Besitzer von Bau- und Abbruchabfällen müssen darüber hinaus Dämmmaterial, Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik, Bitumengemische sowie Baustoffe auf Gipsbasis, separat sammeln und recyceln.

Eine gemischte Erfassung von gewerblichen Siedlungsabfällen ist nur in Ausnahmefällen möglich. In diesem Fall besteht die Pflicht, das Gemisch in einer Vorbehandlungsanlage nachträglich zu trennen und so einem Recycling zugänglich zu machen. Vorbehandlungsanlagen müssen ab dem 1. Januar 2019 mit vorgegebenen technischen Aggregaten ausgestattet sein, sowie eine Sortierquote von 85 Prozent und eine Recyclingquote von 30 Prozent einhalten. Bei Entsorgungsfachbetrieben und nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifizierten Betrieben wird die Einhaltung der Vorgaben an Vorbehandlungsanlagen im Rahmen der Zertifizierung überprüft. Betriebe ohne Zertifizierung müssen eine jährliche Fremdkontrolle durch eine vom Landesamt für Umwelt bekannt gegebenen Stelle durchführen.

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 05.10.2017