MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

Fördermaßnahme

Naturschutzgroßprojekte

Zielsetzung

Das Bundesprogramm zur „Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung“ fördert national bedeutsame Landschaften als Beitrag zum Schutz des nationalen Naturerbes und zur Erfüllung supranationaler Naturschutzverpflichtungen. Das Förderprogramm soll zum dauerhaften Erhalt von Naturlandschaften sowie zur Sicherung und Entwicklung von Kulturlandschaften mit herausragenden Lebensräumen zu schützender Tier- und Pflanzenarten beitragen. 

Rechtsgrundlage

Richtlinien zur Förderung der Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung "chance.natur - Bundesförderung Naturschutz" (Förderrichtlinien für Naturschutzgroßprojekte nach den §§ 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung - BHO) vom 19. Dezember 2014 (BAnz. AT 15.01.2015 B4)

Wer kann gefördert werden?

Zuwendungsempfänger können natürliche und juristische Personen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland sein.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Die Auswahl zuwendungsfähiger Naturschutzgroßprojekte erfolgt anhand folgender Kriterien: 

  • Repräsentanz 
  • Naturnähe 
  • Großflächigkeit 
  • Gefährdung 
  • Beispielhaftigkeit 

Für die Definition obiger Kriterien wird auf die Nr. 2 der Richtlinien verwiesen. 

Was wird gefördert?

Unter anderem können folgende Maßnahmen gefördert werden:

  • Pflege- und Entwicklungsplanung, incl. sozio-ökonomischer Untersuchungen
  • Moderation, sofern erforderlich
  • Flächenankauf
  • Langfristige Pacht und Ausgleichszahlungen
  • Biotopmanagement
  • Personal- und Sachkosten
  • Projektbegleitende Informationsmaßnahmen
  • Evaluierungen

Wie wird gefördert?

Planung und Umsetzung eines Projekts stellen zwei Projekte dar. Projekt I ist die Planung, Projekt II die Umsetzung. Die Umsetzung von Projekt I erfolgt i.d.R. in einem Zeitraum von drei Jahren, die von Projekt II i.d.R. in einem Zeitraum von 10 Jahren.
Die Zuwendungen werden als Zuschüsse im Wege der Projektförderung auf Ausgabenbasis zur Anteilsfinanzierung gewährt. Der Anteil des Bundes beträgt höchstens 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben eines Projektes.
Der restliche Finanzierungsanteil ist vom Zuwendungsempfänger und vom jeweiligen Land aufzubringen. Der Zuwendungsempfänger soll sich mit einem Anteil von 10 % an der Gesamtfinanzierung beteiligen.

Antrags- und Bewilligungsverfahren

Vor Antragsstellung ist beim Bundesamt für Naturschutz (BfN, www.bfn.de) eine Projektskizze einzureichen, in der die wesentlichen Ziele und Inhalte des Naturschutzgroßprojektes (Planung und Umsetzung) dargestellt sind.
Das Landesamt für Umwelt www.lfu.brandenburg.de) und das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL, www.mlul.brandenburg.de) sowie beteiligte Gebietskörperschaften sind hierüber frühzeitig zu informieren. Bei positiver Beurteilung der Projektskizze durch das BfN kann der Antrag auf Förderung eingereicht werden. Es wird empfohlen, die Projektskizze zur Vorbereitung der Einreichung beim BfN zunächst mit dem LfU zu erörtern.

Der Antrag ist in 5-facher Ausfertigung beim Landesamt für Umwelt Seeburger Chaussee 2, 14476 Potsdam, OT Groß Glienicke, einzureichen. Dort wird er zuwendungsrechtlich geprüft und anschließend mit dem Prüfergebnis und einer fachpolitischen Stellungnahme des MLUL ans BfN zur Entscheidung weitergeleitet.

Letzte Aktualisierung: 08.09.2015