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Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens BER

Anders als im Stadtgebiet Berlins, welches als Ballungsraum zu kartieren ist, fällt außerhalb Berlins die Bevölkerungsdichte stark ab, so dass die Anforderungen an einen Ballungsraum nach § 47 b Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) - außer im Bereich der Landeshauptstadt Potsdam - im Land Brandenburg nicht erfüllt werden. Im Brandenburger berlinnahen Umland (außer Potsdam) einschließlich des Umfeldes des Verkehrsflughafens Berlin-Schönefeld sind folglich die Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und der Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld (Berlin Brandenburg - BER) als Hauptlärmquellen separat zu kartieren.

Örtliche Lärmaktionspläne

Auf der Grundlage der Kartierungsergebnisse aus dem Jahr 2012 stellen die einzelnen Kommunen jeweils örtliche Lärmaktionspläne auf, mit denen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden. Konkrete Maßnahmen können dabei allerdings nur im Rahmen der für diese Maßnahmen jeweils geltenden Rechtsgrundlagen und Regelwerke festgelegt werden. Das Einvernehmen mit den für die Umsetzung jeweils zuständigen Stellen ist hierzu herzustellen. Innerhalb dieses Rahmens ist die Festlegung und Umsetzung von Maßnahmen zur Regelung von Lärmproblemen möglich. Dabei erhält die Öffentlichkeit die Möglichkeit, rechtzeitig und effektiv mitzuwirken. Bei der Aufstellung der jeweiligen Lärmaktionspläne sind auch die Möglichkeiten zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen des Verkehrsflughafens Berlin-Schönefeld bzw. des zukünftigen Flughafens Berlin Brandenburg (BER) zu untersuchen.

Rahmenplan "Flughafen"

Die Lärmaktionsplanungspflicht obliegt den jeweils betroffenen Gemeinden. Um deren Lärmaktionspläne hinsichtlich der Lärmauswirkungen der großflächigen Umgebungslärmquelle Flughafen miteinander abzustimmen und zu qualifizieren, unterstützt das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) diese Kommunen. Hierzu wurde eine interkommunale Arbeitsgemeinschaft gebildet, in der die von der Lärmkartierung betroffenen Kommunen Blankenfelde-Mahlow, Schönefeld, Eichwalde, Schulzendorf, Mittenwalde, Ludwigsfelde und Großbeeren sowie das MLUL und das Landesamt für Umwelt vertreten sind. Ziel ist die Erarbeitung eines "Rahmenplans zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm)". Der Rahmenplan unterstützt die einzelnen Kommunen in ihrer lokalen Lärmaktionsplanung zum Teilaspekt Fluglärm. Er wird auch Gegenstand der Berichterstattung an die Europäische Kommission sein. Die Anforderungen gemäß Anhang V der Richtlinie 2002/49/EG werden dabei beachtet. Für die Erarbeitung wurde nach Durchlaufen eines öffentlichen Vergabeverfahrens ein Werkvertrag mit der ACCON GmbH geschlossen.

Die Erarbeitung erfolgt in verschiedenen Phasen. Sie bilden u.a. den Betrieb des bestehenden Verkehrsflughafens Berlin-Schönefeld (Phase 1) und die Inbetriebnahme (Phase 2) sowie den realen Betrieb des Flughafens BER (Phase 3) ab. In der ersten Phase standen eine erweiterte Bestandaufnahme, bereits umgesetzte oder geplante Maßnahmen und die bereits jetzt wirkenden Maßnahmen zur Umsetzung des Planfeststellungsbeschlusses zum Ausbau des Verkehrsflughafens Berlin-Schönefeld, insbesondere die Umsetzung der baulichen Schallschutzanforderungen am Standort, im Vordergrund. Der Bericht, Teil 1 wird auf dieser Seite zur Verfügung gestellt (siehe unten).

Für die zweite Phase vor bzw. mit Inbetriebnahme werden vor allem Bestandaufnahmen zu den Auswirkungen des künftigen Flugbetriebes, Mess- und Evaluierungsmaßnahmen nach Inbetriebnahme, aus denen ggf. weitere Untersuchungs- und Prüfaufträge abgeleitet werden, und erste Maßnahmeempfehlungen für die Zeit nach der Inbetriebnahme betrachtet. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde eine Gesamtlärmbetrachtung, die über die gemäß Umgebungslärmkartierung (Fluglärm) betroffenen Bereiche hinausgeht und auch die Städte Wildau und Königs Wusterhausen sowie die Gemeinden Zeuthen, Rangsdorf und Gosen-Neu Zittau umfasst, durchgeführt. Der Entwurf des Berichtes, Teil 2 ist ebenfalls auf dieser Seite zur Verfügung gestellt (siehe unten). Die Überarbeitung der Kartierungsergebnisse und die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen auf der Basis des zukünftigen realen Flugbetriebes wird sich nach Inbetriebnahme und Auswertung von zwei vollständigen Flugplanperioden (Phase 3) anschließen.

Die Arbeiten werden eng mit der Fluglärmkommission Berlin-Schönefeld und den weiteren Akteuren abgestimmt. Ziel ist es, Lösungen zur aktiven Minderung der Fluglärmbelastung im Umfeld des Flughafens innerhalb des gegebenen rechtlichen Rahmens zu erarbeiten bzw. zu befördern. Ziel ist es nicht, Fluglärmbelastungen auf andere Gemeindegebiete zu verlagern.

Weitere Informationen:

  • Ergebnisse der Informationsveranstaltung am 29. Januar 2013
     
  • Umgebungslärmkartierung Brandenburg 2012 - Flughafen Berlin Brandenburg (BER)
    Dr. Maschke, Landesamt für Umwelt
     
  • Strategie der Lärmaktionsplanung im Land Brandenburg
    (Teilaspekt Fluglärm - Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld, Flughafen Berlin Brandenburg)
    Jens Krüsmann, damaliges MUGV (heute MLUL)
     
  • Ergebnisse der 1. Besprechung am 9. April 2013 - Leistungsbeschreibung
    "Entwurf eines Rahmenplans zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm)"
     
  • Ergebnisse der 2. Besprechung am 5. September 2013 - Ergebnisprotokoll der interkommunalen Arbeitsgruppe „Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm)"
     
  • Ergebnisse der 3. Besprechung am 23. Oktober 2013 - Ergebnisprotokoll der interkommunalen Arbeitsgruppe "Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm)
     
  • Anlage 1: Auszug aus dem Berichtsentwurf Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung (LAP), Teil 1 - Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld, Arbeitsstand 7. Oktober 2013, S. 43, 44
     
  • Anlage 2: Karte "Berechnung der Lärmkonturen (Tag) außerhalb des Lärmschutzbereichs gemäß dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm 
    (siehe FlugLärmSBBbgV vom 7. August 2013)
    "
     
  • Anlage 3: Karte "Berechnung der Lärmkonturen (Nacht) außerhalb des Lärmschutzbereichs gemäß dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm
    (siehe FlugLärmSBBbgV vom 7. August 2013)"
     
  • Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm) - Teil 1 Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld
    » Bericht, Teil 1  
    » Anlagen zum Bericht 
      
  • Ergebnisse der 4. Besprechung am 30. April 2014 - Ergebnisprotokoll der interkommunalen Arbeitsgruppe "Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm)
    Anlage 1 ist in den Bericht "Rahmenplan zu Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm), Teil 2" (siehe unten) eingegangen.
     
  • Ergebnisse der 5. Besprechung am 29. September 2014 - Ergebnisprotokoll der interkommunalen Arbeitsgruppe "Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm) inklusive
    » Anlage 1a: Karte Gesamtlärm nach VDI 3722, 
       landesplanerischer Flughafenumgriff LDEN
    » Anlage 1b: Karte Gesamtlärm nach VDI 3722, 
       landesplanerischer Flughafenumgriff LNight
    Die Anlagen 1c, 2, 3, 4a und 4b sind in den Bericht "Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm), Teil 2" (siehe unten) eingegangen.
     
  • Ergebnisse der 6. Besprechung am 20. Mai 2015 - Ergebnisprotokoll der interkommunalen Arbeitsgruppe "Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm)"
     
  • Rahmenplan zur Lärmaktionsplanung im Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg (Teilaspekt Fluglärm), Teil 2 Lärmminderung - Monitoring - Evaluierung
    » Bericht, Teil 2  
    » Anlagen zum Bericht
Letzte Aktualisierung: 09.12.2015

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Kontakt:

MLUL, Abteilung Umwelt,
Klimaschutz, Nachhaltigkeit
Referat 54
Dipl.-Biophys. Jens Krüsmann
Tel.: 0331/ 866 -7911
E-Mail an: Jens Krüsmann