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19.01.2018Oberhaveler Jubiläum: Ein Vierteljahrhundert mit Oranje und Oranienburg auf der Grünen Woche

Tagesvorschau für Dienstag, 23. Januar 2018 Brandenburg-Halle 21A auf der Internationalen Grünen Woche

Berlin – Der Landkreis Oberhavel präsentiert sich am Dienstag, (23. Januar) auf der Bühne der Brandenburg-Halle 21A: Oberhavel feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum und macht dies auch zum Thema auf der Internationalen Grünen Woche. Der Landkreis präsentiert sich zum 16. Mal in den Messehallen am Funkturm – ein Zeichen der engen Verbundenheit des nördlichen Nachbarn Berlins mit der weltgrößten Verbrauchermesse in der Hauptstadt. Er präsentiert in erster Linie seinen ländlichen Raum, den die Berliner als Ruhepol zum schnellen Takt der Großstadt so sehr lieben.

Likörkrapfen und Räucherduell

Die Spannung zwischen Großstadt und Umland bestimmt den Charme dieser Region: Dabei ist eine Tour durch Oberhavel stets auch eine Reise durch berlin-brandenburgische Geschichte. Historische Stadtkerne, Angerdörfer, Schlösser, Indus-triedenkmale, weite Felder und Wiesen zeugen davon. Landrat Ludger Weskamp und der Geschäftsführer des Tourismusverbands Ruppiner-Seenland, Peter Krause, werden den Besuchern touristische und landwirtschaftliche Höhepunkte der Region vorstellen. Wie der Verweis auf ihre Namenspatronin – die Obere Havel – vermuten lässt, zählt Oberhavel zu den wasserreichsten Gegenden Deutschlands. Die Havel mit ihren Kanälen und rund 100 Seen bildet ein wahres Dorado nicht nur für Wassersportler. Parallel lädt der Radfernwanderweg Berlin - Kopenhagen dazu ein, Natur und touristische Kleinode zu erkunden. Oft sind die Ortschaften auch Kulisse von Festen und Spektakeln. Höhepunkte im Jahreslauf sind zum Beispiel das Dampfspektakel im Ziegeleipark Mildenberg, die Landpartie im Juni, zu der die Bundesregierung traditionell auch ihr Gästehaus, Schloss Meseberg, für Besucher öffnet, das Brandenburger Wasserfest in Fürstenberg sowie der beliebte Weihnachtsmarkt auf Schloss und Gut Liebenberg.

Kurfürstin Louise Henriette, die holländische Ehefrau des Großen Kurfürsten, etablierte in der Region nicht nur den Kartoffelanbau und Milchwirtschaft. Auch ihr einstiges Heim, das strahlende Oranienburger Schloss, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Orangerie und der herrlich angelegte Schlosspark locken jährlich tausende Besucher zum Schlossfest, Schlossparknacht und Picknick in Weiß an. Zur Grünen Woche wird sich das Kurfürstenpaar, alias Vivienne Netzeband und Axel Petersen, wieder unter das Volk mischen.

„Unser Messeauftritt war und ist Impulsgeber für heimische Unternehmen, die sich an unserem Stand ausprobiert haben und in den Folgejahren den Mut aufbrachten, sich eigenständig in der Brandenburg-Halle zu präsentieren. Diesen Weg haben bisher der Bauernhof Koch aus Großmutz, die Knoblauch-Räucherei von Detlef Werner aus Hennigsdorf und der Spargelhof Kremmen beschritten. Hier haben wir aktive Wirtschaftsförderung mit Erfolg betrieben“, sagt Landrat Ludger Weskamp.

Gemeinsam mit Oberhavels Kreistagsvorsitzenden, Karsten Peter Schröder, und der langjährigen Kreistagabgeordneten, Annemarie Reichenberger, wird der Landrat auf der Bühne von kleinen Erfolgsgeschichten und großen Leuchtturmprojekten berichten, die beispielhaft für die Erfolge der 25-jährigen Entwicklung des Landkreises sind.

Unter dem Motto „Landwirtschaft sehen, verstehen, schmecken, riechen und probieren“ bieten immer mehr Anbieter in Oberhavel Landwirtschaft zum Anfassen.

Die SL Gartenbau GmbH ist heute unter anderem einer der größten deutschen Chicorée-Erzeuger und Produzenten von Jungpflanzen für den Gemüse- und Zierpflanzenanbau. Auf dem Spargelhof Kremmen ist jede Spargelstange bis zum Feld zurück verfolgbar. Erdbeeren, Äpfel, Heidelbeeren aus Kremmen und Oberkrämer werden nicht nur verkauft, sondern das Selbstpflücken zum Erlebnis für Ausflügler gemacht.

Milchbetriebe produzieren nicht mehr nur Milch, die Kraatzer Agrar GmbH und LSV Landwirtschafts GmbH Schwante betreiben Milchtankstellen für Jedermann. Letztere produziert sogar eigenes Hofeis. „Blicke hinter die Kulissen und Fragen der Konsumenten sind bei vielen unserer regionalen Anbieter ausdrücklich erwünscht, um die Produktion für den Verbraucher gläsern zu machen. Das moderne Konzept eines starken Landwirtschaftsunternehmens mit touristischen Attraktionen zu koppeln, geht auf. Die Grüne Woche ist für unsere Anbieter aus Oberhavel die wichtigste Vermarktungsmöglichkeit für eine erfolgreiche Frischesaison“, so Weskamp.

Zehn Jahre LEADER-Region Obere Havel

Die Kleinstädte und Dörfer tragen mit einer intakten Landwirtschaft maßgeblich zur Attraktivität Oberhavels bei. Um dieses ursprüngliche Flair zu erhalten, haben engagierte Bürgerinnen und Bürger vor zehn Jahren die Lokale Aktionsgruppe Obere Havel e.V. gegründet. Der Verein setzt sich mit Erfolg für die Förderung von Projekten ein: Die Wiederbelebung eines Gasthofes in Staffelde, die Umnutzung der Wassermühle in Tornow zur Pension und Gaststätte, die Errichtung eines Saurierparks in Germendorf, Investitionen in den Wassertourismus in Liebenwalde und Mildenberg oder auch vielfältige Aktivitäten für die Unterstützung des Dorflebens und des Brauchtums sind  Beispiele  dafür. Insgesamt wurden bisher 218 Projekte in Oberhavel auf den Weg gebracht, die mit Geldern im Rahmen des Leader-Programms der EU und des Landes Brandenburg in Höhe von 22 Millionen Euro gefördert werden.

Der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Obere Havel e.V., Jörn Lehmann und Regionalmanager Dr. Reiner Erdmann, stellen auf der Grünen Woche eine erfolgreiche Projektmacherin vor. Heike Thomas hat in Klein Mutz mit viel Liebe zum Detail den Thomas-Hof in ein kleines Ferienparadies mit vier Ferienwohnungen und einem kleinen Café verwandelt. Am Oberhavelstand kann sich das Publikum über die Angebote informieren und den Hofkuchen probieren.

25 Jahre Erntedankfest in Dollgow mit der sauersten Gurke

Dollgow, ein kleiner idyllischer Ort im Norden von Oberhavel, hat über Jahrzehnte seine Tradition eines Erntedankfests bewahrt. Faszinierend ist die große Beteiligung der Einwohner am Erntefestumzug mit prächtig geschmückten Wagen, die von Pferdegespannen, alter und moderner Landmaschinentechnik gezogen werden. Jüngst wurde eine Scheune gebaut, um die mittlerweile musealen, aber noch funktionsfähigen Maschinen unterzustellen und für die Nachwelt zu erhalten. Jedes Jahr wird ein neues Motto samt Wettbewerb ausgelobt: beispielsweise für die beste Marmelade, die besten Kürbisrezepte oder die sauerste Gurke. Zum Oberhaveltag stellen die Dollgower sich selbst und ihre Projekte vor und laden zu einem Besuch des Örtchens ein. Schließlich haben auch Eva und Erwin Strittmatter in der Region gelebt und Inspiration für ihre schriftstellerische Arbeit gefunden. Ihr Haus in Schulzenhof ist heute für Besucher geöffnet.

Traditionell: Kesse Sohle, Modenschau der Landfrauen und Bäckermeister Plentz

Elfi Fischer, im Fachdienst Landwirtschaft seit 26 Jahren zuständig für die Entwicklung des ländlichen Raumes, moderiert wie in jedem Jahr die Modenschau der Landfrauen. Jedes der Models betreibt einen Bauernhof mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung – von Landwirtschaft mit Hofladen, aber auch Möglichkeiten für den erholsamen Urlaub auf dem Bauernhof. Während die Frauen in traditionellen selbstgeschneiderten Kostümen auf der Bühne stehen, werden Fotos ihrer Höfe und Unternehmen gezeigt.

Vorstellen wird sich auch die Fleischerei Staffelde mit ihrem Juniorchef Stefan Ranft, einer von insgesamt 35 Direktvermarktern in Oberhavel. Hier werden Fleisch und Wurst handwerklich verarbeitet. Dahinter steht die LSV Landwirtschafts-GmbH Schwante-Vehlefanz, die die Schweine und Rinder hält.

Stammgast der Brandenburg-Halle ist seit Jahren die Bäckerei und Konditorei Plentz aus Schwante. Firmeninhaber Karl-Dietmar Plentz ist in jedem Jahr für eine Überraschung gut. Diesmal hat er das Gerstensaftbrot 501 kreiert, das aus dem Treber – den ausgelaugten Rückständen des Malzes bei der Bierherstellung – gebacken wird. Den Treber bezieht die Bäckerei aus der historischen Braumanufaktur des MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien, dessen Bier den Namen 501 trägt. Für alle Messegäste, die es lieber süß mögen, bietet Karl-Dietmar Plentz in diesem Jahr seine süßen Likörkrapfen an, die mit „scharfes Gelb“ aus Senftenberg gefüllt sind. Der Liköranbieter aus der Kreisstadt von Oberspreewald-Lausitz ist ebenso auf der Grünen Woche vertreten.

Während des Programmtags haben alle in der Brandenburg-Halle vertretenen Anbieter aus Oberhavel die Möglichkeit, sich auf der Bühne zu präsentieren, unter anderen: Ronald Koch vom Bauernhof Koch aus Großmutz und Malte Voigts vom Spargelhof Kremmen. Das Programm wird musikalisch begleitet von der Jagdhornbläsergruppe Oranienburg unter der Leitung von Volkmar Zimmermann sowie dem Orchester Ronny Heinrich. Für tänzerischen Schwung und gute Laune sorgen der Rock ’n’ Roll Club „Butterfly“ und das Tanzteam „Kesse Sohle“. Zum zweiten Mal mit dabei ist die junge Akustikband der Kreismusikschule Oberhavel.

Pro-agro-Kochstudio

Das Restaurant „Die Buhne“ aus dem Hennigsdorfer Ortsteil Nieder Neuendorf schickt ihren Koch Pawel Jaskowiak, um die Besucher mit "Chili-Hähnchenroulade an Vanille-Süßkartoffeln" zu verzaubern.

Weitere regionale Gerichte à la Oberhavel gibt es an diesem Tag aus den Gasthäusern "Alter Hafen" von Inhaber Stefan Tiepmar und dem Gasthaus "Haveleck" und seinem Inhaber Tom Schoning. Beide Köche bevorzugen frische, regionale und saisonale Zutaten. Auf der Grünen Woche werden sie den Zehdenicker Sommerzander sowie Steaks vom Frischlingsrücken mit frischen Champignons und Kartoffelkroketten“ kreieren und die Gäste probieren lassen.

Zu späterer Stunde gesellt sich das Gasthaus "Zum Birkenhof" mit dem Gastwirt Henry Engel dazu. Der Chefkoch verwöhnt die Gäste mit " Stechlinseemaränen in Aspik mit hausgemachter Remoulade und Gemüsebratkartoffeln“.

Unterstützt werden die Köche durch Ulrike Krumbiegel und Stephan Grossmann. Beide Schauspieler sind im aktuellen Film „Die Anfängerin“ zu sehen. Danach wird die Sängerin Annemarie Eilfeld die Schürze umbinden und sich an die Köchtöpfe wagen.

Brandenburger Naturlandschaften: Niederlausitz Heidelandschaft

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft verspricht nicht nur „blühende Landschaften“. Diese kann man auch aktiv im südlichsten Naturpark Brandenburgs erleben. Während im Frühjahr tausende Apfel-, Birn- und Kirschbäume einen weißen Blütenschleier zaubern, erstrahlt im August und September, wenn die Heide blüht, die Landschaft in Lila. Zu Fuß, per Rad oder mit dem Kremser bekommen Sie einen Einblick in Kulturlandschaften der besonderen Art. Und diese kann man sich auch sprichwörtlich „auf der Zunge zergehen lassen“. Heidehonig, Kornelkirschenlikör oder Schnuckenbraten sind nur einige wenige kulinarische Spezialitäten im Naturpark. Ganz neu reiht sich hier der Szechuan Pfeffer, eine Strauchpflanze, aus der Baumschule Graeff ein. In China und Japan werden die roten, pfeffrig schmeckenden Früchte als Gewürz verwendet. Inzwischen sind auch einige Gaststätten der Region auf den Geschmack gekommen und bieten derart gewürzte regionale Gerichte an.

Am Stand der Nationalen Naturlandschaften können Sie diese besondere Gewürzpflanze testen. Zusätzlich bekommen Sie auch noch ganz besondere Erlebnistipps mit an die Hand. Denn ein Besuch im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist etwas für alle Sinne.


Medienkontakt und Bildbestellungen (kostenfrei) aus der Brandenburg-Halle

Telefon Hallenbüro:  030/ 303 88 13 35
Presseassistentin: Dagmar Schott
Mail: Dagmar.Schott@MLUL.Brandenburg.de
Pressesprecher: Dr. Jens-Uwe Schade
Mobil: 0172/ 392 72 02

Eine Orientierungshilfe über die Aussteller, das Programm und den Aufbau der Brandenburg-Halle bietet der vor Ort erhältliche Flyer.

Informationen im Internet unter:
www.mlul.brandenburg.de/gruenewoche

App Brandenburg-Halle auf der IGW:
http://appmanager.insideguidance.com/public/landing/BrandenburgHalle

Hier werden durch das Hallenteam tagesaktuelle Berichte, das Tagesprogramm und ausgewählte Fotos zum kostenlosen Downloaden platziert.

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