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05.01.2018Stepenitz: Rückhaltebecken Neue Mühle in Betrieb genommen

Perleberg – Nach anhaltenden Niederschlägen erreichte die Stepenitz unterhalb der Dömnitzmündung am Donnerstagabend einen Pegelstand im Bereich der Alarmstufe III. Das Landesamt für Umwelt (LfU) hatte deshalb dem Landkreis Prignitz die Ausrufung der Alarmstufe III am Pegel Wolfshagen empfohlen. Der gestern begonnene Einstau des Rückhaltebeckens Neue Mühle hat heute Morgen bereits einen Pegel von 3,70 Meter erreicht.

Das Hochwasserrückhaltebecken Neue Mühle wurde im Jahr 1999 eingeweiht und schützt seitdem die Ortslage der Stadt Perleberg vor extremen Hochwassern der Stepenitz. Zum Abschluss der Inbetriebnahme des Rückhaltebeckens gemäß der wasserrechtlichen Zulassung ist es erforderlich, einen sogenannten Probestau durchzuführen.

Zur erfolgreichen Durchführung wird ein geeignetes natürliches Hochwasser mit Wasserständen über der Alarmstufe II am Pegel Wolfshagen genutzt, um die geforderte Stauhöhe am Hochwasserrückhaltedamm erreichen zu können.

Das derzeitige Hochwasser in der Stepenitz ist ein solches hydrologisches Ereignis, das für die Kontrolle der Betriebssicherheit sehr gut geeignet ist. Es erreicht knapp die Alarmstufe III und es wird erwartet, dass die Wasserstände für einen Belastungstest ausreichend lange andauern, ohne dass eine Gefahrensituation entsteht.

Deshalb hat das Landesamt für Umwelt als Betreiber dieser Hochwasserschutzanlage sich mit betroffenen Behörden und Landwirten abgestimmt, bis zum 8. Januar 2018 den erforderlichen Probestau durchzuführen. Durch die derzeitigen günstigen hydraulischen Bedingungen sind die zusätzliche Beanspruchung des Beckes und die Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen und den Naturhaushalt gering.

Der Zielwasserstand von 4,15 m im Rückhaltebecken wird voraussichtlich um die Mittagsstunden erreicht und soll dann 24 Stunden bis Samstagnachmittag gehalten werden. Über Nacht sind keine Probleme aufgetreten, das LfU hat für die Durchführung des Probestaus einen lokalen Einsatzstab gebildet, der den Damm, die Brücken, Flächen und sämtliche Pegelanlagen in der Stepenitz von Perleberg bis Wolfshagen laufend kontrolliert. Für eine mögliche Havarie wurden Einsatzmaterialien und Technik des Wasser- und Bodenverbandes Prignitz nach Perleberg gebracht sowie eine ständige Bereitschaft der beteiligten Fachbehörden eingerichtet. Aufgrund der Hochwasserlage im Einzugsgebiet der Stepenitz beobachtet das Hochwassermeldezentrum des LfU ständig die Situation im Einzugsgebiet und informiert im Internet:

www.luis.brandenburg.de/w/hwmz/potsdam/stepenitz/meldung/W7100037/default.aspx

Die Risiken für die Unterlieger sind für den gesamte Zeit gering, weil das Becken nur zu etwa 50 Prozent seines möglichen Rückhaltevolumens gefüllt wird.

Bei starker Strömung werden im Rückhaltebecken Wassertiefen von mehr als zwei Meter erreicht. Von einem Betreten der Hochwasserschutzanlagen ist unbedingt abzusehen.

Bis Dienstag, den 9. Januar 2018, erfolgt die kontrollierte Aufhebung des Probestaus. Für das Stadtgebiet Perleberg sind keine wesentlichen Veränderungen bei den Abflüssen der Stepenitz zu erwarten, als ohnehin durch das derzeitige Hochwasser eintreten würden. Lediglich die Dauer des Hochwasserereignisses wird durch den Probestau hier um etwa drei Tage verlängert.

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Dr. Jens-Uwe Schade
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