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WRRL: Bestandsaufnahme 2013

Die so genannte Bestandsaufnahme ist gemäß Artikel 5 einer der Meilensteine bei der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Sie wurde erstmalig 2004 durchgeführt, so auch für die Brandenburger Anteile an den Flussgebietseinheiten Elbe und Oder. Sie beinhaltet vor allem die Untersuchung der Belastungen der Oberflächengewässer und des Grundwassers sowie eine Abschätzung der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf den Gewässerzustand. Ihre Ergebnisse sind wesentliche Voraussetzung für die Ausweisung von Wasserkörpern und deren Typisierung, für die Aufstellung der Monitoringprogramme sowie für die Erarbeitung der Bewirtschaftungspläne und der Maßnahmenprogramme. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme von 2004 wurden in mehreren Berichten an die EU-Kommission übermittelt und auch veröffentlicht. 

Bis Ende 2015 sind die 2009 verabschiedeten ersten Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme zu überprüfen und zu aktualisieren und damit der zweite sechsjährige Bewirtschaftungszyklus der WRRL einzuläuten. Voraussetzung hierfür ist eine erneute Bestandsaufnahme, die bis Ende 2013 durchzuführen war. Auch das Land Brandenburg hat diese Analyse vorgenommen. Im Einzelnen erfolgten dabei

  • Korrekturen des Verlaufs von Oberflächenwasserkörpern (OWK), z. B. aufgrund bergbaulicher Aktivitäten
  • Abgrenzungskorrekturen bei Grundwasserkörpern (GWK), z. B. aufgrund aktualisierter hydrogeologischer Datengrundlagen
  • aktuelle Belastungsanalysen für alle OWK und GWK
  • Korrekturen der Typisierung von OWK und der Einstufung von erheblich veränderten bzw. künstlichen OWK, z. B. im Ergebnis der Überprüfungen im Rahmen von Gewässerentwicklungskonzepten
  • Ergänzungen / Korrekturen der Verzeichnisse der WRRL-relevanten Schutzgebiete
  • Neuabschätzung der Wahrscheinlichkeit für jeden Wasserkörper, ob die Bewirtschaftungsziele erreicht bzw. nicht erreicht werden
  • Aktualisierung der wirtschaftlichen Analyse der Wassernutzungen 

Im Gegensatz zu 2004 mussten zur Bestandsaufnahme 2013 keine gesonderten Berichte für die EU-Kommission gefertigt werden. Die Ergebnisse für das Land Brandenburg waren in die bis Ende 2014 vorzubereitenden Entwürfe für der aktualisierten Bewirtschaftungspläne einzuarbeiten. Sie sind dort im Rahmen der
bis 22. Juni 2015 laufenden Anhörung der Öffentlichkeit nachlesbar. 

In Brandenburg seit 2004 vorgenommene wasserkörperbezogene Aktualisierungen bzw. Korrekturen, die sich u.a. im Zusammenhang mit erarbeiteten Gewässerentwicklungskonzepten ergeben, sind 2012 in einen Kartendienst eingearbeitet worden, der im Frühjahr 2015 erneut aktualisiert wird.

Letzte Aktualisierung: 19.12.2014

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MLUL, Abteilung Wasser und Bodenschutz
Referat 22
Oliver Wiemann
Tel.: 0331/ 866-7327
E-Mail an: Oliver Wiemann