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Streckenstatistik für das Jagdjahr 2013/14

Streckenrückgang

Damwildspießer im Fokus Neues Fenster: Bild - Damwildspießer im Fokus - vergrößern © MIL

Wichtige Voraussetzung für die sachliche Diskussion verschiedener Interessensgruppen zu jagdpolitischen Fragestellungen in Brandenburg ist die Jagdstatistik. Anhand der vorliegenden Jagdstrecke für das zurückliegende Jagdjahr 2013/14 sollen Behörden, Verbände, Jäger sowie Öffentlichkeit und Medien über die Entwicklung der Jagd in Brandenburg aktuell informiert werden.

Die Abschusszahlen für das Jagdjahr 2013/14 liegen nunmehr vor.

- Schalenwild -

Danach kamen im Land Brandenburg insgesamt 160.032 Stück Schalenwild zur Strecke, 6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Streckenrückgang vollzog sich bei allen fünf vorkommenden Schalenwildarten in unterschiedlichem Ausmaß.

Rotwild

Die Rotwildstrecke betrug 9.936 Stück, lediglich 28 Stück Rotwild weniger als im Vorjahr. Mit jeweils über 1.000 Stück Rotwild waren die Landkreise Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin und Dahme-Spreewald an der Landesstrecke beteiligt.

Damwild

Die Damwildstrecke sank gegenüber dem Jagdjahr 2012/13 um 10 Prozent und erreichte 12.986 Stück. Die größten Streckenanteile hatten die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Oberhavel.

Muffelwild

Das letzte Jagdjahr erbrachte eine Strecke von landesweit 750 Mufflons, nur 1 Stück weniger als im Vorjahr. Bedeutende Strecken wurden in Oberhavel und der Uckermark erzielt.

Rehwild

Um lediglich 1 % sank die Strecke beim Rehwild. Insgesamt konnten 73.106 Rehe in Brandenburg gestreckt werden. Die höchsten Strecken verzeichnen die Landkreise Uckermark, Oder-Spree und Ostprignitz-Ruppin. Das Rehwild hat damit den höchsten Anteil an der Schalenwildstrecke.

Es ist mit 75 Prozent auch die mit Abstand häufigste Schalenwildart, die an Wildunfällen in Brandenburg beteiligt ist. Überfahrene Rehe haben einen Anteil von 8 Prozent an der Rehwildstrecke des Landes.

Schwarzwild

Die Schwarzwildstrecke umfasst 2013/14 insgesamt 63.254 Stück, ein Streckenminus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis. Die höchsten Schwarzwildstrecken waren in der Uckermark und im Landkreis Oder-Spree erzielt worden.

- Niederwild -

Auch beim Niederwild sinken mit einer Ausnahme die Strecken. Es wurden insgesamt 3.051 Feldhasen erlegt, 303 Exemplare weniger als im Vorjahr. 63 Prozent dieser Strecke sind Verkehrsopfer.

Kaninchen

Die Kaninchenstrecke ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen – allerdings nur um 13 Exemplare. Im zurückliegenden Jagdjahr konnten landesweit 83 Kaninchen erlegt werden.

Fasan

Die Fasanenstrecke weist im betrachteten Zeitraum 1.018 Exemplare auf, 232 weniger als im Vorjahr.

Ente

Die Entenstrecke fiel im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig niedriger aus. Insgesamt 10.443 erlegte Exemplare bedeuten einen Streckenrückgang von 3 Prozent.

Gans

Die Gänsestrecke beträgt 4.395 Stück. Das sind 8 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Ringeltaube

Geringe Streckeneinbußen sind auch bei der Ringeltaube zu verzeichnen, es wurden 2.159 Exemplare erlegt, 192 weniger als im Vorjahr.

- Raubwild -

Die Strecken der Raubwildarten zeigen folgende Entwicklung:

Rotfuchs

Im Jagdjahr 2013/14 konnten insgesamt 22.754 Rotfüchse erlegt werden, das sind 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis dokumentiert einen neuen Tiefstwert für Brandenburg innerhalb der letzten 20 Jagdjahre.

Steinmarder

Rückläufig ist auch die Strecke beim Steinmarder. Sie betrug im letzten Jagdjahr 1.311 Stück, 4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dachs

Die Dachsstrecke ist nach 13 Jahren stetiger Steigerung erstmals rückläufig. 3.740 erlegte Dachse sind nur 19 weniger als im Vorjahr und bedeuten noch keine Trendwende. Ein Drittel der Dachsstrecke „besorgt“ allerdings der Straßenverkehr.

Waschbär

Beim Waschbären wächst die Jagdstrecke weiter und weiter, in diesem Jagdjahr um 6 Prozent auf die neue Rekordhöhe von 21.577. Die sich hinter diesen Erlegungszahlen verbergende Populationsentwicklung muss im Zusammenhang mit Artenschutz und Tierseuchengefahr Anlass zur Besorgnis sein.

Marderhund

Beim Marderhund ist die Streckenentwicklung im Gegensatz zum Vorjahr wieder rückläufig. Es stehen 5.803 Marderhunde zu Buche, ein Streckenrückgang um 4 Prozent.

Mink

Auch die Minkstrecke Brandenburgs folgt dem Gesamttrend dieses Jagdjahres und sinkt um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es wurden 171 Minke erlegt.

 

Streckenangaben im Land Brandenburg für das Jagdjahr 2013/14

 

     Wildart

Strecke   [Stück]

     Rotwild

9.936

     Damwild

12.986

     Muffelwild

750

     Rehwild

73.106

     Schwarzwild

63.254

     Feldhase

3.051

     Kaninchen

83

     Fasan

1.018

     Enten (gesamt)

10.443

     Gänse (gesamt)

4.395

     Ringeltauben

2.159

     Rotfuchs

22.754

     Steinmarder

1.311

     Dachs

3.740

     Waschbär

21.577

     Marderhund

5.803

     Mink

171

Quelle: Dr. Kornelia Dobiáš, Landesbetrieb Forst Brandenburg / Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde - Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft

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