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Zahl der Waldbrände fast verdreifacht

2015 ist die Zahl der Waldbrände deutlich gestiegen

Neues Fenster: Bild -  - vergrößern © Katrin Lindner

Vorbeugung und Waldbrandüberwachung gehören in Brandenburg zu den wesentlichen Aufgaben der Forstverwaltung. In unserem Land ist die Gefahr für Waldbrände genauso hoch wie in Südeuropa. Schuld ist neben Klima und leichten Sandböden auch die aktuelle Baumartenverteilung mit 72 Prozent Kiefer.

Im Herbst eines jeden Jahres wertet der Landesbetrieb Forst Brandenburg das Waldbrandgeschehen aus. Diese Bilanz hilft unter anderem bei der Optimierung künftiger Waldbrandüberwachungsmaßnahmen. 2015 waren 312 Waldbrände zu verzeichnen, eine deutliche Steigerung (2014 gab es 115 Brände mit nur 27 Hektar) gegenüber dem Vorjahr. Dabei verbrannten insgesamt 321 Hektar Wald, das entspricht einer Fläche von etwa 440 Fußballfeldern. Brandenburg hat damit bundesweit die meisten Waldbrände zu verzeichnen. Auch wenn 312 Waldbrände registriert werden mussten, so ist der Schaden relativ gering geblieben. Von den insgesamt 321 Hektar verbranntem Wald sind allein auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog bei zwei Waldbränden rund 200 Hektar den Flammen erneut zum Opfer gefallen. Die durchschnittliche Brandfläche konnte bei allen anderen Bränden im Land eher gering gehalten werden.

Schnelle Branderkennung minimiert Schäden

Dieses Ergebnis ist vor allem dem trockenen Frühjahr und den wiederholten Hitzeperioden im Sommer geschuldet, aber ohne moderne Technik hätten die Schäden weitaus schlimmer sein können. Das in Brandenburg ab 2000 eingeführte kameragestützte Waldbrandfrüherkennungssystem „Fire Watch“ hat sich bewährt und Investitionen in die notwendige Infrastruktur machen sich bezahlt. Eine frühzeitige Branderkennung und die schnelle Ankunft der Feuerwehr am Brandort bedeuten nicht nur weniger finanzielle Einbußen für Waldbesitzer und Forstleute, vor allem minimiert sich der Schaden für die Natur.

Vorbeugung ist der beste Schutz

Aber Früherkennung ist nur ein kleines Puzzleteil im Kampf gegen Waldbrände. Wichtiger ist die Beseitigung der Ursachen. Deshalb investiert Brandenburg auch weiterhin in den vorbeugenden Waldbrandschutz. In erster Linie ist das der Umbau von reinen Kiefernwäldern in Mischbestände, die können den von Klimaforschern prognostizierten künftigen Wetterextremen besser widerstehen. Aber ein Waldumbau funktioniert nicht von heute auf morgen, deshalb müssen auch weiterhin Löschwasserentnahmestellen und Waldbrandriegel angelegt sowie Wege für die Brandbekämpfung instandgehalten werden.


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Flyer Waldbrandschutz in Brandenburg © MLUL / LFB

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