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Zahl der Waldbrände 2016 vergleichsweise gering

2016 sind Anzahl und Fläche der Waldbrände zurückgegangen

Neues Fenster: Bild -  - vergrößern © Katrin Lindner

Vorbeugung und Waldbrandüberwachung gehören in Brandenburg zu den wesentlichen Aufgaben der Forstverwaltung. In unserem Land ist die Gefahr für Waldbrände genauso hoch wie in Südeuropa. Schuld ist neben Klima und leichten Sandböden auch die aktuelle Baumartenverteilung mit 72 Prozent Kiefer.

Im Herbst eines jeden Jahres wertet der Landesbetrieb Forst Brandenburg das Waldbrandgeschehen aus. Diese Bilanz hilft unter anderem bei der Optimierung künftiger Waldbrandüberwachungsmaßnahmen. 2016 waren 232 Waldbrände zu verzeichnen. Dabei fielen 92 Hektar Wald den Flammen zum Opfer. Brandenburg hat bundesweit die meisten Waldbrände zu verzeichnen. Der größte Waldbrand mit fast 16 Hektar ereignete sich am 9. Mai 2016 auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog.

Mit Sorge wird der Anstieg von Waldbränden infolge von Brandstiftung beobachtet. Von den 232 Waldbränden des Jahres 2016 wird bei 97 von Brandstiftung ausgegangen. Dabei war in 60 Fällen der Landkreis Oberhavel betroffen.

Schnelle Branderkennung minimiert Schäden

Das in Brandenburg ab 2000 eingeführte kameragestützte Waldbrandfrüherkennungssystem „Fire Watch“ hat sich bewährt und Investitionen in die notwendige Infrastruktur machen sich bezahlt. Waldbrände kann das System nicht verhindern, aber es kann dafür sorgen, dass ein Brand schnell erkannt und die Feuerwehr alarmiert wird. Eine frühzeitige Branderkennung und die schnelle Ankunft der Feuerwehr am Brandort bedeuten nicht nur weniger finanzielle Einbußen für Waldbesitzer und Forstleute, vor allem minimiert sich der Schaden für die Natur.

Vorbeugung ist der beste Schutz

Aber Früherkennung ist nur ein kleines Puzzleteil im Kampf gegen Waldbrände. Wichtiger ist die Beseitigung der Ursachen. Deshalb investiert Brandenburg auch weiterhin in den vorbeugenden Waldbrandschutz. In erster Linie ist das der Umbau von reinen Kiefernwäldern in Mischbestände. Aber ein Waldumbau funktioniert nicht von heute auf morgen, deshalb müssen auch weiterhin Löschwasserentnahmestellen und Waldbrandriegel angelegt sowie Wege für die Brandbekämpfung instand gehalten werden.


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