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Waldzustandsbericht 2016 veröffentlicht

Waldzustand weiterhin gut

Deckblatt Waldzustandsbericht 2016 Neues Fenster: Bild - Deckblatt Waldzustandsbericht 2016 - vergrößern © LFB

Die Indikatoren der Waldzustandserhebung ergeben für 2016 ein überwiegend positives Bild. Der Waldzustand stellt sich gegenüber 2015 gleichbleibend gut oder verbessert dar. Da jedoch mit der Klimaerwärmung Witterungsextreme häufiger werden, steigen die Risiken für die Forstwirtschaft beim Aufbau vitaler Wälder.

Klimabedingte Schadereignisse nehmen zu

Wie die Ergebnisse der diesjährigen Waldzustandserhebung zeigen, sind Brandenburgs Wälder vital. Aber es kommt in Folge der Klimaerwärmung immer öfter zu großflächigen Schadereignissen. Offensichtliche Klimawandelgewinner in Brandenburgs Wäldern sind Insekten, die sich bei überdurchschnittlich warmer und trockener Witterung im Frühjahr und Sommer optimal entwickeln können. Dazu gehören der Eichenprozessionsspinner, der sich seit Jahren in Brandenburg ausbreitet oder die in diesem Jahr auffällig gewordenen Kiefernbuschhornblattwespen.

Überwachung potenzieller Schaderreger

Die Wälder im Land Brandenburg sind auf Grund verschiedenster Ursachen hoch gefährdet. Durch ein umfangreiches Waldschutzmonitoring wird die Ausbreitung und Gefährlichkeit potenzieller Schaderreger überwacht. Mit der Erfassung und Auswertung der Daten können zeitnah Prognosen zum Schadgeschehen abgeleitet und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Um zu verhindern, dass sich fremde Arten mit hohem Schadpotenzial im Wald etablieren, wird künftig auch die Überwachung von Quarantäneschädlingen zunehmen müssen.

Hauptergebnisse

46 Prozent der Waldflächen in Brandenburg sind ohne sichtbare Schäden. Das sind 5 Prozent mehr als im letzten Jahr. Die deutlichen Schäden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 9 Prozent geblieben.

Die Eichen konnten im Wesentlichen ihren im Vorjahr verbesserten Zustand halten. Trotzdem bleiben sie mit 20 Prozent deutlichen Schäden die am stärksten geschädigte Baumartengruppe.

Die Buchen haben nach dem heißen Sommer 2015 wieder stark fruktifiziert. Mit 13 Prozent mittlerer Kronenverlichtung ist ihr Zustand weithin als „sehr gut“ einzuschätzen.

Die Kiefern haben ihren Kronenzustand wieder verbessern können. Fast die Hälfte wies 2016 keine sichtbaren Schäden auf, die deutlichen Schäden haben sich um drei Prozentpunkte reduziert.

Publikationen

Bohrspanenentnahme zur Jahrringmessung © Zische


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