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Überschwemmungsgebiete

Wo befinden sich die Überschwemmungsgebiete des Landes Brandenburg?

Die Festsetzung der Überschwemmungsgebiete gemäß § 100 Abs. 2 Satz 2 des Brandenburgischen Wassergesetzes (BbgWG) soll in den Gebieten erfolgen, die in den sogenannten Gefahrenkarten als bei einem 100-jährlichen Hochwasser überschwemmte Gebiete dargestellt sind. Diese Karten sind bereits im Internet veröffentlicht. 

Folgendes ist unbedingt zu beachten:

  • Mit der Veröffentlichung der Hochwassergefahrenkarten sind diese Gebiete noch nicht als Überschwemmungsgebiet verbindlich festgesetzt. Hierfür bedarf es eines gesonderten Verfahrens gemäß § 100 Abs. 3 BbgWG.
  • Für die Teileinzugsgebiete der Havel und der Elbe im Landkreis Prignitz werden die bei einem hundertjährlichen Hochwasser überschwemmten Gebiete voraussichtlich noch einmal neu berechnet, weil hier aufgrund fehlender Daten bisher nur das Verfahren der horizontalen Ausspiegelung angewandt werden konnte. In den anderen Teileinzugsgebieten erfolgte eine hydronumerische Modellierung, die noch realitätsnähere Ergebnisse liefern kann.
  • In den Gefahrenkarten sind darüber hinaus Hochwasserereignisse mit häufigerem und seltenerem Wiederkehrsintervall (10-jährliches, 200-jährliches Hochwasser) sowie die sich einstellenden Wassertiefen dargestellt. Für die Überschwemmungsgebiete wird nur das 100-jährliche Hochwasser zugrunde gelegt. Die Wassertiefen spielen bei der Festsetzung keine Rolle.

Für die als bereits festgesetzte Überschwemmungsgebiete geltenden Gebiete zwischen oberirdischen Gewässern und Deichen oder Hochufern (Vorländer) ist keine gesonderte Kartendarstellung vorgesehen. Naturgemäß handelt es sich im Regelfall um schmale Streifen längs der eingedeichten Gewässer. Hochufer im Sinne der Regelung sind in Brandenburg kaum vorhanden. In den Karten nach § 100 Abs. 2 Satz 2 BbgWG erfolgt eine nachrichtliche Darstellung dieser Gebiete.

Auskunft über die Lage der nach DDR-Wasserrecht festgesetzten Hochwassergebiete, die gemäß § 150 BbgWG als Rechtsverordnung bestehen bleiben, erteilt die für dieses Gebiet zuständige untere Wasserbehörde.

Letzte Aktualisierung: 02.04.2015