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Richtlinien für den Wald(um)bau

Voranbau unter Kiefer Neues Fenster: Bild - Voranbau unter Kiefer - vergrößern © LFB

Das Brandenburger Waldgesetz legt fest, dass die Bewirtschaftung des Waldes nachhaltig, pfleglich und sachgemäß nach anerkannten forstlichen Grundsätzen erfolgen muss. Das Grundprinzip dabei ist eine standortgerechte und naturnahe Waldbewirtschaftung. Wälder sollen ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig bewirtschaftet werden.

Waldbaurichtlinien helfen bei der Bewirtschaftung

Ein Weg zur Umsetzung dieses Bewirtschaftungsgrundsatzes ist der langfristige Umbau von Nadelholzreinbeständen in gemischte Nadel-Laubwälder - der Waldumbau. Dabei erfolgt durch verschiedene waldbauliche Maßnahmen ein sukzessiver Wechsel hin zu einem standortgerechten  und naturnäheren Wald.

Waldbesitzer erhalten dazu Hilfestellung in Form von Waldbaurichtlinien. Für die Hauptbaumarten Kiefer, Buche und Eiche sowie für die Gestaltung von Waldrändern liegen diese Richtlinien bereits vor, für weitere Baumarten sind sie in Vorbereitung. Außerdem wurden für die Wälder Brandenburgs Bestandeszieltypen ausgewiesen die bei der richten Baumartenwahl helfen sollen und die bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln für den Waldumbau berücksichtigt werden müssen.

Warum Brandenburg den Waldumbau braucht

Der Kiefernanteil in Brandenburg liegt bei über 70 Prozent. Auf 40 Prozent der Waldfläche könnten jedoch stabilere, naturnähere und standortgerechtere Mischwälder wachsen. Mit dem Waldumbau soll der Anfälligkeit der kieferndominierten Wälder gegenüber Naturgefahren und Wetterextremen sowie schädigenden Insekten und Pilzen entgegengewirkt werden.

In Brandenburg wurden in den Jahren von 1990 bis 2015 ca. 78.000 Hektar Kiefernwälder umgebaut. Die Ergebnisse der ersten landesweiten Waldinventur zeigen, dass für die nächsten 20 bis 30 Jahre ein theoretisches Umbaupotenzial von 5.000 Hektar pro Jahr vorhanden ist. Allerdings werden durchschnittlich nur 2.000 bis 2.500 Hektar umgebaut. Eine größere Fläche ist wenig sinnvoll, da sich nur mittelalte bis alte Kiefernbestände für den Umbau eignen. Und in diesen muss durch Holzeinschlag erst Platz und Licht für neue Baumgenerationen geschaffen werden.


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Referat 34 - Wald und Forstwirtschaft

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