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Förderung von Projekten im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP)

„Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“

Feldrand Getreide Neues Fenster: Bild - EIP - vergrößern © MLUL

Ab September 2015 wird in den Ländern Brandenburg und Berlin die Möglichkeit eröffnet, innovative Projekte, die Lösungswege zu praxisrelevanten Problemen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und der Forstwirtschaft aufzeigen, zu fördern.  

 

EIP- Agri LogoNeues Fenster: Bild vergrößern © DVSWas soll erreicht werden?

Übergeordnetes Ziel des Förderprogramms EIP ist es, die landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit zu verbessern. Dabei gilt es, die Belange des Klima-, Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutzes zu beachten. In den Ländern Brandenburg und Berlin ist der Fokus auf vier EIP-Leitthemen gerichtet:

  1. Lösungsansätze zur Entwicklung effektiver, umweltgerechter und/oder ökologischer Anbau- und Nutzungsverfahren, Verbesserung der Produktivität der Pflanzenproduktion und des Gartenbaus über standortangepasste Sorten, Düngung und Bodenbearbeitung
  2. Lösungsansätze zur Verbesserung der Tierhaltung durch tiergerechte und leistungsorientierte Haltungs- und Zuchtverfahren
  3. Lösungsansätze zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an seine Folgen durch gezielte Maßnahmen und verbesserte Bewirtschaftungsmethoden im Bereich der Forstwirtschaft
  4. Verbesserung der Wertschöpfung land- und forstwirtschaftlicher Produkte durch innovative Verarbeitungs- und Vermarktungsprogramme zum Aufbau und zur Qualifizierung regionaler Wertschöpfungsketten

Für die Zielerreichung ist es erforderlich, durch die Zusammenarbeit verschiedener Akteure aus den Bereichen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und der Forstwirtschaft, der Forschung, Bildung und Beratung sowie der Verarbeitung und Dienstleistung eine effektive Projektarbeit zu gestalten. Die Akteure bilden operationelle Gruppen (OG) und verpflichten sich, ihre Ergebnisse im EIP-Netzwerk zu veröffentlichen.

Die Zusammenarbeit konzentriert sich darauf,

  • praxisrelevante Probleme und diesbezüglichen Forschungsbedarf zu analysieren,
  • problem- und anwendungsorientierte innovative Lösungen zu finden, sowie
  • Wege für die Umsetzung der Ergebnisse aufzuzeigen.

Wer wird gefördert?

Zuwendungsempfänger sind rechtsfähige operationelle Gruppen (OG) in Form einer juristischen Person oder einer Personengesellschaft. Mitglieder der OG können natürliche und/oder juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts sein. Die OG kann durch ein Mitglied vertreten werden, das auch als Zuwendungsempfänger durch die OG bestimmt werden kann. 

Was wird gefördert?

Gefördert werden innovative Gesamtprojekte, die durch eine OG umgesetzt werden. Gegenstände der Förderung sind:

  • Errichtung und Tätigkeit von OG zur Umsetzung der Projekte
  • Durchführung innovativer Projekte
  • Investitionen, die für das Projekt unmittelbar erforderlich sind

Zuwendungsfähig sind beispielsweise Ausgaben für Personal, Öffentlichkeitsarbeit, Studien und Analysen, Schulungen, Beratungsleistungen und allgemeine Geschäftskosten. 

Welche Zuwendungsvoraussetzungen sind einzuhalten?

Folgende Voraussetzungen sind einzuhalten:

  • Das Projekt muss durch den wissenschaftlichen Beirat (EIP-Beirat) als innovativ und förderwürdig eingestuft sein.
  • Die Umsetzung des Projekts erfolgt über eine OG, deren Mitglieder ihre Zusammenarbeit geregelt, einen Arbeitsplan erstellt und sich zur Veröffentlichung der Ergebnisse verpflichtet haben.
  • Mindestens ein Praxispartner muss Mitglied der OG sein.
  • Die OG und mindestens ein Praxispartner müssen den Sitz im Land Brandenburg oder Berlin haben.
  • Bei der Projektauswahl darf die Punktzahl nicht unter der Mindestschwelle liegen (Projektauswahlkriterien). 

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungsempfänger erhalten Zuwendungen für die Errichtung und Tätigkeit der OG zur Umsetzung sowie für die Durchführung innovativer Projekte. Dabei werden die zuwendungsfähigen Ausgaben bei einer ausschließlichen Ausrichtung auf die Verbesserung der Primärproduktion mit 100 Prozent und bei nicht ausschließlicher Ausrichtung auf die Primärproduktion mit 70 Prozent gefördert.

Die für die Projektdurchführung erforderlichen Investitionen sind zu 50 Prozent zuwendungsfähig.

Zur Auszahlung der Mittel sind Rechnungen vorzulegen. Die Restzahlung von 10 Prozent erfolgt erst nach der Prüfung des Verwendungsnachweises und des Abschlussberichtes.

Was ist zu beachten?

Zur Vorbereitung und Unterstützung der Antragstellung steht ein Innovationsdienstleister zur Verfügung. Dieser hat die Aufgabe, die Antragsteller bei der Beantragung in inhaltlichen und formalen Fragen zu beraten und zu unterstützen. Gleichzeitig wird der Innovationsdienstleister vermitteln, wenn es gilt, weitere Partner in die Projektbearbeitung einzubeziehen. Jeder Antragsteller ist verpflichtet, den Innovationsdienstleister vor der Antragstellung zu kontaktieren. Die Beratung ist für die Antragsteller kostenfrei. Der Innovationsdienstleister für Brandenburg und Berlin ist die

Firma gsub mbH Berlin
E-Mail: info@idl-bb.de
Tel.:030-284 09 330

 

Anträge sind formgebunden bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) einzureichen. Den Anträgen sind der Arbeitsplan (Gliederung) und der Kooperationsvertrag der operationellen Gruppe beizufügen.

Aktuelles

Neue Förderanträge können bis zum 31.05.2016 bei der ILB eingereicht werden. Es steht ein Fördervolumen von 8 Mio. EURO für die II. Antragsrunde zur Verfügung.

>> Achtung <<

Änderung der Richtlinie bezüglich der Förderung von Projekten, die nicht oder nur teilweise auf die landwirtschaftliche Primärproduktion ausgerichtet sind. In diesem Bereich wurde gemäß der Forderung der EU Kommission die Beihilfeintensität von 70 Prozent auf 50 Prozent gesenkt.


Informationsveranstaltung in Vorbereitung der 2. Antragsrunde am 14. Januar 2016 für die Förderung von EIP Projekten

Vorträge


Anlagen

RICHTLINIE

 

  • ANTRAG auf Gewährung einer Zuwendung für die Förderung von Projekten im Rahmen der europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" im Land Brandenburg und Berlin

PRÄSENTATION



Externe Links

Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)


Kontakt

Referat 30 - Grundsatzfragen der ländlichen Entwicklung und Landwirtschaft; Rechtsangelegenheiten
Dr. Margret Roffeis
E-Mail an Margret Roffeis
Tel.: 0331-866-7683
Fax: 0331-27548-7683