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10.02.2016Bald schon da: Amsel, Drossel, Fink und Star – Brandenburger Vogelfrühling hat bereits begonnen

Potsdam – Ob die milden Temperaturen dieser Tage tatsächlich bereits den Frühling verheißen, vermag wohl niemand mit Gewissheit zu sagen. Sicher aber ist, dass die Brandenburger Vogelwelt, auch dank des überwiegend milden Winters, schon sicht- und hörbar in Frühlingsstimmung ist.

Kraniche, die dieses Mal oft nur wenige hundert Kilometer von ihrer eigentlichen Brutheimat überwinterten, haben sich auf den Heimweg gemacht und erste Trupps von 20 bis 30 Tieren sind am Himmel oder beim Anflug an die bewährten Schlafplätze zu beobachten. Viele Kraniche sind auch gleich hier geblieben und verbrachten die Wintermonate zum Beispiel in der Region um Linum. Vor allem diese Tiere haben nun seit etwa einer Woche begonnen, ihre angestammten Reviere mit lautstarkem Trompeten zu besetzen.

Auch nordische Saat- und Blässgänse sind am Himmel zu sehen – allerdings wie in den Wochen zuvor vorwiegend bei Flügen zwischen Schlafgewässern und Nahrungsflächen. Den Heimflug traten bislang nur wenige an. In Scharen in unsere Breiten zurückgekehrt sind dagegen die nordischen Singschwäne, die beim letzten Kälteeinbruch in wärmere Gefilde ausgewichen waren. Nicht nur im unteren Odertal, sondern auch im Westhavelland halten sich die Vögel mit den gelben Schnäbeln oftmals in Gruppen von mehr als 100 Tieren auf.

Eingetroffen sind am vergangenen Samstag die ersten Feldlerchen. Ihr Heimzug startete damit eine Woche früher als 2015. Auch Buch- und Grünfinken, Gimpel, Stare und Wacholderdrosseln sieht man wieder verstärkt in nördliche und östliche Richtungen fliegen. In die Rufe der Grünspechte, die den ganzen Winter über zu hören waren, stimmen jetzt Meisen und Baumläufer, Amseln und Mistdrosseln ein, um ihre Brutreviere zu markieren und das andere Geschlecht auf sich aufmerksam zu machen. Auch die Balzrufe von Waldohreule und Waldkauz kann man schon hören. Einen Schritt weiter sind bereits die Ringeltauben, die vor allen an städtischen Brutplätzen wegen des dort etwas wärmeren Mikroklimas bald mit der Brut beginnen werden.

Höchste Zeit also auch für menschlichen Beistand: Wer jetzt die Nistkästen im Garten noch nicht gereinigt hat, sollte es nun schnellstens tun. Denn Meisen, Kleiber und Feldsperlinge sind bereits dabei, den künftigen Nistplatz zu suchen.

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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
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