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12.02.2016Imagebroschüre Märkische Heide

Märkische Heide – Leben auf Sand: Imagebroschüre wirbt für Erhalt der landestypischen Offenlandschaften

Potsdam – Druckfrisch kann ab heute die neue Heidebroschüre des Brandenburger Agrar- und Umweltministeriums über die Pressestelle des Ministeriums bestellt werden. Unter dem Titel „Leben auf Sand – Heiden in Brandenburg“ und mit Beteiligung des Büros für Ökologie und Naturschutz Halle (Saale) werden nicht nur die prominenten Heidelandschaften in Wort und Bild vorgestellt. Das Heft bietet auch Tipps für die nachhaltige Pflege der Heiden und Infos über deren ökologisches Potenzial. Im Rahmen des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 hat Brandenburg besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Offenlandschaften. Heiden wirken in Brandenburg so identitätsstiftend, dass sogar die inoffizielle Hymne des Landes mit den Zeilen „Märkische Heide, märkischer Sand“ beginnt.

Heiden sind, betont Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger im Vorwort, „vor allem menschengemacht. Sie sind ein Ergebnis der seit Jahrhunderten andauernden Umwandlung unseres Landes in eine Kulturlandschaft. Dieses Heft richtet sich nicht nur an Praktiker, die sich aktiv bei der Heidepflege einbringen möchten. Wir werben für den Reichtum dieser manchmal karg wirkenden, einzigartigen Landschaften und wollen Anregungen geben, Brandenburgs Heiden selbst zu erkunden.“

Schreckliche Wälder und abscheuliche Sümpfe

Nirgendwo im deutschen Binnenland gibt es heute so große Heideflächen wie im Land Brandenburg. Als die Römer in das heutige Mitteleuropa einrückten, war dies noch anders. Tacitus beschrieb das freie Germanien (Germania magna) im 1. Jahrhundert als „terra aut silvis horrida aut paludibis foeda“ - ein Land bedeckt von schrecklichen Wäldern oder abscheulichen Sümpfen.

Natürlicherweise kommen Heiden in Brandenburg nur auf kleinen Flächen vor, auf Lichtungen, an Säumen oder nach Waldbränden. Heiden sind also vielfach nutzungsgeprägte Lebensräume. Speziell in Brandenburg sind große Heideflächen auf ehemaligen Truppenübungsflächen entstanden - ein Zeugnis der oft sehr langen militärischen Nutzung.

Obwohl die eigentliche Herkunft des Wortes umstritten ist, glauben alle zu wissen, was gemeint ist. Heide verbindet sich in Brandenburg nicht nur mit dem Bild des lila blühenden Heidekrauts. Wälder, die hier auf den armen Sandböden wachsen, werden - zum Beispiel in der Schorfheide - auch als Heide bezeichnet.

Hier vorkommende Tiere und Pflanzen brauchen diese Landschaften und Offenlandbiotope für ihr Überleben, zum Beispiel die Heidelerche und das Sandknöpfchen. Auch der enorme Reichtum an Insekten und anderen Wirbellosen ist von großer Bedeutung.

Heiden brauchen Pflege, wenn deren besonderes Artenspektrum und die Lebensräume vor kommende Generationen erhalten werden sollen. Einige dieser Möglichkeiten wie Schafbeweidung, Nutzungen der Mahd als Bau- und Dämmstoff oder die Brandpflege werden im Heft vorgestellt.

Titelblatt "Leben auf Sand - Heiden in Brandenburg"

Leben auf Sand – Heiden in Brandenburg, herausgegeben vom
Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft,
Potsdam 2016, 51 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen

Kostenfreier Bezug
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   Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt
   und Landwirtschaft
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   Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, Haus S
   14467 Potsdam
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