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17.03.201610. Landesbauerntag in Falkenberg

Vogelsänger dankt Präsident Folgart für erfolgreiche Arbeit – Wechsel an der Spitze des Landesbauernverbands

Falkenberg  – Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger hat heute auf dem 10. Landesbauerntag in Falkenberg (Elster) dem scheidenden Präsidenten des Landesbauernverbands (LBV), Udo Folgart, „für seine engagierte und erfolgreiche Arbeit an der Spitze des Verbands“ gedankt. Im Anschluss übermittelte Vogelsänger die Glückwünsche der Landesregierung  an den neu gewählten Verbandsvorstand mit seinem neuen Präsidenten Hendrik Wendorff.

Vogelsänger: „Dreizehn Jahre war Udo Folgart das Gesicht des Landesbauernverbands Brandenburg. In dieser Zeit war er in vielen Gremien aktiv, um die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern wirksam zu vertreten. Seine immer wieder auf Dialog setzende, ruhige Art in Diskussionen und bei öffentlichen Auftritten hat der märkischen Landwirtschaft viel Sympathie eingebracht, gerade auch, wenn es um schwierige Themen ging. Als Anwalt des ländlichen Raumes hat er sich persönlich nie geschont. Wenn Udo Folgart heute sein Präsidentenamt in jüngere Hände übergibt, ist dies kein Schlussstrich seiner Arbeit als politisch engagierter Bürger: Er wird sich weiter sowohl im Landesbauernverband wie auch in der Landespolitik einmischen – letzteres als direkt in den Landtag gewählter Abgeordneter seines agrarwirtschaftlich geprägten, havelländischen Wahlkreises.“

„Dem neuen Vorstand mit seinem neuen Präsidenten Wendorff gratuliere ich herzlich zur Wahl beziehungsweise zur Wiederwahl“, so der Minister weiter: „Wir verstehen uns als Ministerium als Partner der Brandenburger Bauern. Gerade in schwierigen Zeiten, zum Beispiel nach Ertragsausfällen infolge von Wetterunbilden, hat das Land Solidarität gezeigt und den Landwirten Hilfen zur Selbsthilfe bereitgestellt. In den agrarpolitischen Debatten der vergangenen 25 Jahren ist Brandenburg immer für eine Gleichbehandlung der ostdeutschen Betriebe – unabhängig von der Betriebsgröße und der Betriebsform – eingetreten. Als größter berufsständischer Verband der Bauern im Land Brandenburg vereint der LBV Familienbetriebe und Agrargenossenschaften, Bio-Bauern und konventionelle Landwirte unter einem Dach. Es gehört zu den Erfahrungen im politischen Geschäft, wenn sich Bauern nicht gegen Bauern ausspielen lassen, sondern als starke Kraft an den gesellschaftlichen Debatten teilnehmen. Vor diesem Hintergrund begrüße ich den Dialog zwischen Bauern und Verbrauchern, insbesondere mit kritischen Verbrauchern. Dieser Aufgabe will sich der sich der neue Präsident Wendorff mit seinem Vorstand aktiv stellen.“

Staffelstab geht in jüngere Hände über

Udo Folgart, Jahrgang 1956, wuchs in Ribbeck bei Nauen auf und wohnt im havelländischen Grünefeld. Er ist seit 2003 Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands sowie seit 2003 Präsident des Landesbauernverband Brandenburg. Folgart ist als „Milchpräsident“ für den DBV-Fachausschuss Milch zuständig. Seit 2004 ist er als direkt gewählter Abgeordneter Mitglied der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag. Als Geschäftsführer leitet er einen Gemischtbetrieb mit Ackerbau, Grünland, Milchvieh und Mutterkühen im Landkreis Havelland. Udo Folgart ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Hendrik Wendorff wurde 1965 in Seelow geboren und  lebt in Lietzen. Als Kind einer Landwirte-Familie lernte er den Beruf des Agrotechnikers im VEG (P) Lietzen. Es folgte ein Studium in Meißen mit dem Abschluss Agraringenieur. Nach einer Zeit als Berater arbeitete er in der Agrarwirtschaftsgesellschaft Worin mbH. Der Betrieb, in dem Wendorff Mitgesellschafter ist, bewirtschaftet 960 Hektar und hält 200 Mutterkühe - seit 2001 nach den Regeln des ökologischen Landbaus. Seit Mitte der Neunzigerjahre ist Wendorff Mitglied im Bauernverband, seit 1997 Mitglied im Vorstand des Bauernverbands des Altkreises Seelow/Strausberg und seit 2001 Vorsitzender des Bauernverbandes Märkisch-Oderland. 2009 wurde er in den Vorstand des Landesbauernverbandes gewählt, 2012 als Vizepräsident. Weiterhin arbeitet er im Vorstand der LAG Oderland und im Gewässer- und Deichverband „Oderbruch“. Seit 2003 ist Wendorff Mitglied des Kreistages Märkisch-Oderland für die Fraktion Bauern.

25 Jahre Landwirtschaft unter dem roten Adler

Der LBV begeht in diesem Jahr auch sein 25. Verbandsjubiläum. In diesem Vierteljahrhundert begleitete der Verband Brandenburgs Landwirtschaft auf dem Weg aus der Planwirtschaft der DDR in die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP). Wie gravierend die Umbrüche sind, zeigt allein eine Zahl: Den ehemals 180.000 Vollbeschäftigten in den Agrarbetrieben des Landes stehen heute noch 39.400 Arbeitskräfte in der Landwirtschaft gegenüber.

Dennoch ist Brandenburgs Landwirtschaft heute – auch im internationalen Vergleich – wettbewerbsfähig. Mit ihren vor- und nachgelagerten Branchen bildet sie das Rückgrat im ländlichen Raum. In etlichen Gemeinden sind Agrarbetriebe der größte Arbeitgeber und der größte Steuerzahler. Für die heimische Ernährungswirtschaft und das Ernährungshandwerk stellt die Landwirtschaft hochwertige Rohstoffe bereit. Landwirte sind zunehmend bei der Erzeugung von Energie und Wärme aus erneuerbaren Energien engagiert.

Landesweit gibt es 5.400 Agrarbetriebe. Brandenburgs Landwirte bewirtschaften mit rund 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) fast 45 Prozent der Bodenfläche des Landes.

Brandenburg ist mit dem Saarland und Hessen Spitze beim ökologischen Landbau. 2015 waren hier 767 erzeugende Bio-Betriebe gemeldet. Damit wirtschaften 14,2 Prozent der 5.400 Agrarbetriebe im Land ökologisch. Nach dem aktuellen Lagebericht des Deutschen Bauernverbands werden im Bundesdurchschnitt 6,3 Prozent (1.047.633 Hektar) der Agrarfläche nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaftet.

  • Udo Folgart (Freigegen vom Landesbauernverband Brandenburg e.V.)

    Udo Folgart

  • Henrik Wendorff

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