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21.03.2016Quarantänestation für Papageien

Rädel – Mit rund 52.900 aus Lotto-Mitteln unterstützt Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger den „Innenausbau der Quarantänestation für Papageien“ in Rädel (Kloster Lehnin). Hier, am Gohlitzsee 3, baut die KUBUS gGmbH derzeit die Anlage PAPPAGALLI. Für das Tierschutzprojekt steuert KUBUS zusätzlich 9.000 Euro dazu, so dass insgesamt zirka 61.900 Euro investiert werden.

Die KUBUS gGmbH wird Betreiber der Papageienschutzanlage. Damit kommt das gemeinnützige Unternehmen sowohl eines in ihrem Gesellschaftervertrag verankerten Ziele als auch einer Herzensangelegenheit, insbesondere aber einer beständig wachsenden Notwendigkeit nach, sich professionell und artgerecht um misshandelte, ja teilweise gequälte Tiere zu kümmern.

Die bisherige ehrenamtliche Tätigkeit allein reicht nicht mehr aus, denn eine nicht kalkulierbare sowie nicht nachlassende Flut von Neuankömmlingen kann zum einen fast nicht mehr bewältigt werden und zum anderen werden auf lange Sicht die bisher bestehenden Gehege und Volieren nicht mehr ausreichen.

Ziel und Zweck der Papageienschutzanlage sind klar auf die Pflege und Genesung der geschundenen Kreaturen ausgelegt. Des weiteren dient der Papageiengnadenhof der Umweltbildung.

In Rädel soll eine attraktive Mischung aus der bunten Artenvielfalt von Papageien in weiträumig angelegten zooähnlichen Freiluftgehegen (Volieren für den Außenflug) inmitten der Natur entstehen.

In der Anlage werden aber auch solche Vögel ein Zuhause erhalten, die wegen der nicht artgerechten Haltung durch ihre Vorbesitzer abgegeben werden. Ein Anliegen ist, die Besucher auch darauf aufmerksam zu machen und die misshandelten oder kranken Vögel nicht zu verstecken, sondern offensiv mit dem Thema Tierschutz und Verantwortung umzugehen.

Darüber hinaus bietet PAPPAGALLI ein breites Spektrum für Bildungsarbeit. Angeboten werden Seminare und Workshops zur artgerechten Haltung von Papageien. Für Kinder und Jugendliche (Kindergarten bis Oberstufe) werden Ausflugstage oder Projektwochen konzipiert.

Manchmal jedoch erkranken die Papageien. Sie müssen dann unverzüglich separiert werden, um Übertragungen auf die anderen Tiere zu vermeiden. Neue Tiere, die abgegeben werden, müssen zunächst untersucht werden. Auch hier erfolgt eine Separierung über mehrere Wochen.

Zu diesem Zweck wird gegenwärtig als Teil der Gesamtanlage eine Quarantänestation errichtet. In einem gesonderten Gebäude werden die kranken und neuen Papageien unter besonderen hygienischen Bedingungen untersucht und beobachtet. Nach der Quarantäne werden die Vögel in die für Besucher zugängliche Anlage verbracht.

Aus Lotto-Mitteln soll die EU-Inneneinrichtung der Quarantänestation errichtet und finanziert werden. Dazu gehören der fachgerechte Einbau von Türen und Fenstern, der Dachausbau, der Fußbodenaufbau, der Trockenbau und die Elektroarbeiten, der Einbau und Anschluss von Heizungs- und Sanitäranlagen sowie sämtliche Malerarbeiten.

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MLUL, Referat MB 2
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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
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