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24.03.2016Klimawandel: Knospenknall im Frühlingswald immer früher

Eberswalde – Auch wenn es in diesem Jahr noch nicht so aussieht: Die Knospen in den Wäldern Brandenburgs knallen früher. Auf dieses Naturschauspiel warten viele Menschen sehnsuchtsvoll – gerade in diesem Jahr mit einem bisher eher trägen Frühling. Wann die Knospen in den Wäldern knallen, beobachtet der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) seit Jahrzehnten mit wissenschaftlichen Methoden. Die Ergebnisse sind für jedermann im Internet unter www.forstliche-umweltkontrolle-bb.de taggleich verfügbar.

Jahreszeitlich wiederkehrende Erscheinungen wie Blattaustrieb, Blüte oder Blattfall werden als pflanzenphänologische Beobachtungen bezeichnet. Das Landekompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) hat auf fünf Wald-Untersuchungsflächen Web-Kameras in Betrieb, die den Forschern täglich Bilder der aktuellen Blatt-, Nadel- und Blütenentwicklung bei Eiche, Buche und Kiefer zur Auswertung nach Eberswalde schicken. Zusätzlich sind ehrenamtliche „Phänologie-Beobachter“ unterwegs, die den Jahreslauf der Bäume dokumentieren.

Früher und länger: Vegetationsperiode veränderte sich vor 30 Jahren

Die Laubbäume treiben immer früher aus, so die Fachleute des Landeskompetenzzentrums. Bei Buche und den Eichen zeigt sich in den Jahren 1989 und 1990 eine deutliche Zäsur der Zeitreihe. Während bis dahin die Termine des Laubaustrieb um den Tag 115 (Buche) beziehungsweise 120 (Eiche) schwanken, beginnt danach die Blattentwicklung bei der Buche sieben und der Traubeneiche fast zehn Tage früher als vor 1990. Seither ist keine deutliche Tendenz zu einer weiteren Veränderung erkennbar. Das neue - in einem Schritt erreichte - Niveau bleibt erhalten. Die global steigenden Temperaturen führen auch in Brandenburg zu einer deutlichen Verlängerung der Vegetationsperiode. So wird die jährliche Wachstumsperiode der Bäume ausgedehnt und damit steigt auch der Holzzuwachs in unseren Wäldern. Andererseits bedeutet dies mehr Stress für unsere Bäume. Welche Auswirkungen das hat, wird durch die LFE beobachtet und erforscht.

Und wie sieht es in diesem Jahr aus? Es ist davon auszugehen, dass die Natur bei Anstiegen der Temperaturen den diesjährigen Rückstand sehr schnell aufholt. Die Wälder werden sich also spätestens auch in diesem Jahr Ende April in der Farbe der Saison präsentieren „Grün.“

Kontakt: Dr. Michael Egidius Luthardt, Leiter LFE, Telefon: 03334/ 27 59 202

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MLUL, Referat MB 2
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Dr. Jens-Uwe Schade
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Tel.: 0331/ 866 -7016
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