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09.11.2016Brandenburger Zahlstelle für EU-Agrarfonds erhält IT-Sicherheitszertifikat

Potsdam – Als erste Behörde in Brandenburg ist die EU-Zahlstelle im Agrar- und Umweltministerium nach den Standards des Bundesamts für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) zertifiziert worden.

Die EU-Zahlstelle steht in der Verantwortung, die Auszahlung der Mittel der beiden großen EU-Agrarfonds in den beiden Bundesländern Brandenburg und Berlin nach Prüfung des ordnungsgemäßen Einsatzes zu bewilligen und auszuzahlen. Der Europäische Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) und der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) sind mit Abstand die wichtigsten öffentlichen Finanzierungsquellen für die Agrarwirtschaft und die Ländliche Entwicklung.

In den regulär auf sieben Jahre angelegten EU-Förderperioden – aktuell von 2014 bis 2020 mit Verlängerungsoptionen für Mittelauszahlungen bis 2023 – haben die Agrarverwaltungen landesweit mit Hunderten Antragstellern und damit auch mit sensiblen Informationen, großen Datenbanken und umfänglich zu dokumentierenden Förderunterlagen zu tun, die geschützt werden müssen.

Hier muss die Arbeitsfähigkeit der an der Förderung beteiligten Verwaltungen beim Land, in den Kreisen und bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg im Fall technischer Havarien oder Ausfällen und gegen den Zugriff unberechtigter Dritter beziehungsweise Hackerangriffe gewährleistet sein.

Der Nachweis, dass Brandenburgs Agrarverwaltungen die hohen Sicherheitsanforderungen bei der Förderung professionell umsetzt, ist angesichts der hohen administrativen Anforderungen der EU, aber auch mit Blick auf die hohen BSI-Standards, die sowohl die Soft- wie auch die Hardware betreffen, keine leicht zu nehmende Hürde.

Die Sicherheit der Verfahren ist auch ein wichtiges Argument, um bei Auseinandersetzungen mit der Kommission Rückzahlungen in den EU-Haushalt zu vermeiden.

Mit der Zertifizierung ist einerseits einer Forderung der EU entsprochen worden. Auf der anderen Seite ist aber auch bei allen Beteiligten ein höheres Sicherheitsbewusstsein entstanden.

Am Zertifizierungsverfahren waren das Ministerium selbst, das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung, die Ämter für Landwirtschaft der 14 Landkreise und die drei Landesbetriebe – Brandenburgischer IT-Dienstleister, Landesvermessung und Geobasisinformationen, Landesforst – beteiligt.

Es konnte nachgewiesen werden, dass das IT-Sicherheitsniveau in diesem komplexen Verfahren mit hohen Schutzbedürfnissen die anspruchsvollen Zertifizierungsanforderungen des BSI erfüllt.

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MLUL, Referat MB 2
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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
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