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Brandenburgische Wolfsverordnung – BbgWolfV

Verordnung über die Zulassung von Ausnahmen von den Schutzvorschriften für den Wolf

Europäischer Grauwolf in der Oberlausitz © Karin Jähne - Fotolia.comEuropäischer Grauwolf in der Oberlausitz © Karin Jähne - Fotolia.com

Hinweis: Die Auslösung von Maßnahmen nach der Brandenburgischen Wolfsverordnung (BbgWolfV) durch das Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU) bedarf keiner Antragsstellung.

Erhält das LfU als für die Umsetzung der Verordnung zuständige Behörde davon Kenntnis, dass ein möglicherweise auffälliges oder problematisches Verhalten im Sinne der Paragraphen 2 - 4 BbgWolfV vorliegt, prüft es von Amts wegen den Sachverhalt und wird beim Vorliegen der in der Verordnung jeweils genannten Voraussetzungen von selbst die entsprechenden Maßnahmen veranlassen.

Es genügt also eine entsprechende Information an das LfU - ein Antrag ist nicht erforderlich. Gehen trotzdem als Anträge deklarierte Schreiben ein, werden diese als Hinweise auf ein möglicherweise auffälliges oder problematisches Verhalten im Sinne der Paragraphen2 - 4 BbgWolfV gewertet. Selbstverständlich werden diese vom LfU geprüft und ziehen bei Bestätigung des Sachverhalts auch die jeweils nach der Wolfsverordnung vorgesehenen Maßnahmen nach sich.  

Die Prüfung der gemeldeten Sachverhalte sind keine Verwaltungsverfahren im Sinne des Verwaltungsverfahrensgesetzes, so dass auch kein förmlicher Bescheid am Ende der Prüfung steht, sondern eine Mitteilung des Amtes an den Verfasser des Schreibens.


Als erstes Bundesland versucht Brandenburg, mit einer Wolfsverordnung Einzelfallentscheidungen zu auffälligen Wölfen rechtlich und organisatorisch besser abzusichern.

Die bisherigen Erfahrungen aus ganz Deutschland zeigen, dass diejenigen, die vor Ort Entscheidungen treffen sollen, einen einheitlichen Maßstab an die Hand bekommen müssen, wann aus einem Wolf ein auffälliger beziehungsweise problematischer Wolf wird, welche rechtlichen Grundlagen zu beachten sind und wie gehandelt werden kann.

Was wird genau in der Wolfsverordnung geregelt?

Die Wolfsverordnung bestimmt das Landesamt für Umwelt (LfU) als verantwortliche Behörde für das Vergrämen, Fangen oder Töten von Wölfen.

Hierbei werden grundsätzlich zwei Fälle unterschieden: Ausnahmen für Maßnahmen gegen Wölfe mit für den Menschen problematischem Verhalten und Ausnahmen bei mehrfachen Rissen von Nutztieren in gut gesicherten Anlagen.

Die Verordnung enthält außerdem Beschreibungen, wann es sich um einen auffälligen Wolf handeln könnte und wann ein Anlass gegeben ist, dass die Behörde in die Prüfung des Einzelfalls geht. Darüber hinaus wird der Umgang mit Wolfshybriden und mit schwer verletzten Wölfen geregelt.

Was sind die durchgreifenden Prinzipien?

In jedem Fall erfolgt eine Einzelfallbeurteilung durch das Landesamt für Umwelt. Die Durchführung sämtlicher zumutbaren Präventionsmaßnahmen – über die Mindeststandards beim Schutz von Weidetierbeständen hinaus – sind immer eine Voraussetzung für Entnahmen im Falle von Nutztierrissen.

Das Töten eines Tieres ist außer bei aggressiven Wölfen letztes Mittel, wenn mildere Maßnahmen nicht zur Entspannung der Situation geführt haben.

Wer ist zuständig für die Entscheidung?

Die Entscheidung, wie und wann gehandelt werden soll, trifft das Landesamt für Umwelt. Es bedarf keines förmlichen Antrags oder eines förmlichen Bescheids. Die Basis für die Entscheidung ist die Verordnung.

Wer darf schießen?

Die Verordnung spricht von berechtigten Personen. Ist ein Abschuss notwendig, wird das Landesamt für Umwelt zuerst den jeweils räumlich zuständigen Jagdausübungsberechtigten ansprechen.

Wenn der nicht kann oder will kann das Landesamt für Umwelt eine andere Person mit der Durchführung beauftragen.

Weitere Informationen:

 

Zentrale Schadenshotline

Zentrale Schadenshotline für Tierhalter bei Übergriffen durch den Wolf:
Telefon: 0172/ 5641700

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Schadensmanagement

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MLUL - Wolfsbeauftragte
 

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Landesamt für Umwelt
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Tel.:     035603/ 69123
E-Mail: Steffen Butzeck
 
Carina Vogel
Tel.:     0333466-2711
E-Mail: Carina Vogel
Katrin Todt
Tel.:     0335/ 5603261
Mobil:   0152/ 22962604
E-Mail: Katrin.Todt

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