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Bergbaubedingte Wirkungen auf den Wasserhaushalt in Brandenburg

1. Allgemeines zum Braunkohlebergbau

Der Braunkohlenbergbau und die Bergbaufolgen prägen den Wasserhaushalt in den Flussgebieten der mittleren Spree und der Schwarzen Elster gravierend. Betroffen sind sowohl die Oberflächengewässer als auch das Grundwasser. Für die bergbaulichen Eingriffe in den Wasserhaushalt zeichnen der staatlich finanzierte Sanierungsbergbau (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft - LMBV) und der privat finanzierte aktive Bergbau (Vattenfall Europe Mining AG - VEM). Gemäß den Regelungen im Bundesberggesetz und dem Wasserhaushaltsgesetz ist das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) für beide Bereiche sowohl zuständige Berg- als auch Wasserbehörde. Auf Grund der wasserwirtschaftlichen und bodenschutzrechtlichen Verzahnungen ist das Umweltressort, vor allem das Landesamt für Umwelt (LfU) als Träger öffentlicher Belange, seit Jahren wichtiger fachlicher Partner und Einvernehmensbehörde bei der Erfüllung dieser Aufgaben.

Der Braunkohlenbergbau im Lausitzer Revier erzeugte über Jahrzehnte eine großflächige Grundwasserabsenkung auf einer Fläche von ca. 2.500 km2. Mit der Schließung mehrerer Tagebaue Anfang der 90er Jahre und der damit verbundenen Einstellung der Wasserhebungen im Bereich des heutigen Sanierungsgebietes der LMBV hat sich das Grundwasserdefizit durch kontrollierte Flutung der Tagebaurestseen und den natürlichen Grundwasserwiederanstieg stabilisiert. Die Sanierung des Wasserhaushaltes ist jedoch nicht abgeschlossen. Die Herstellung eines nach Menge und Beschaffenheit ausgeglichenen Wasserhaushaltes in den durch den Bergbau beeinflussten Flusseinzugsgebieten Spree und Schwarze Elster wird auch in den kommenden Jahrzehnten eine wasserwirtschaftliche Schwerpunktaufgabe bleiben. Alle hiermit zusammenhängenden wasserwirtschaftlichen Fragen werden in der länderübergreifenden Arbeitsgruppe "Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster, Lausitzer Neiße" abgestimmt, in der neben den zuständigen Wasser- und Bergbehörden aus Sachsen, Brandenburg, Sachsen Anhalt und Berlin auch die Bergbauunternehmen Vattenfall Europe Mining AG und Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft vertreten sind.

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Letzte Aktualisierung: 10.03.2016

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MLUL, Abt. Wasser und Bodenschutz
Referat 23
Dr. Alexander Ostin
Tel.: 0331 866-7349
E-Mail an: Dr. Ostin