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Streckenstatistik - Jagdjahr 2011/2012

Erkenntnisse zu Wildbeständen gewinnen ...

Jagdstatistik 2011/12 Neues Fenster: Bild - Jagdstatistik 2011/12 - vergrößern © MIL

Die Abschusszahlen aus dem Jagdjahr 2011/2012 liegen vor. Abweichend vom Kalenderjahr starten Jagdjahre jeweils am 1. April und enden am 31. März des Folgejahres. Damit können langfristig Erkenntnisse zur Entwicklung der Wildbestände gezogen werden.

 

Schalenwild

Im Land Brandenburg kamen insgesamt 150.667 Stück Schalenwild zur Strecke, 8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Streckenrückgang vollzog sich bei allen fünf vorkommenden Schalenwildarten.

 

Rotwild

Die Rotwildstrecke betrug 8.499 Stück, dies bedeutet einen Rückgang von 354 Stück (4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Mit jeweils über 1.000 Stück Rotwild waren die Landkreise Oder-Spree und Ostprignitz-Ruppin an der Landesstrecke beteiligt.

Damwild

Auch die Damwildstrecke sank gegenüber dem Vorjahr. Im Jagdjahr 2011/12 stehen 12.858 Stück Damwild zu Buche, was einen Rückgang um 6 Prozent bedeutet. Die größten Streckenanteile hatten die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Oberhavel.

Mufflons

Das letzte Jagdjahr erbrachte eine Strecke von landesweit 895 Mufflons, 83 Stück weniger als im Vorjahr. Bedeutende Strecken wurden in der Uckermark und Oberhavel erzielt.

Rehwild

Um lediglich 1 Prozent sank die Strecke beim Rehwild. Insgesamt konnten 67.568 Stück Rehwild in Brandenburg gestreckt werden. Die höchsten Strecken verzeichnen die Landkreise Uckermark und Prignitz. Das Rehwild ist die mit Abstand häufigste Schalenwildart bei Wildunfällen. Überfahrene Rehe haben einen Anteil von 11 Prozent an der Rehwildstrecke.

Schwarzwild

Um circa 11.000 Stück war die Schwarzwildstrecke im zurückliegenden Jagdjahr 2010/11 gestiegen, nun ist sie um fast die gleiche Größenordnung wieder gesunken. Insgesamt 60.847 Stück Schwarzwild konnten 2011/12 erlegt werden, ein Streckenminus von 16 Prozent. Die höchsten Schwarzwildstrecken waren in der Uckermark und im Landkreis Oder-Spree erzielt worden.


 

Niederwild

Beim Niederwild sind die Streckenergebnisse mit denen des Vorjahres vergleichbar.

 

Feldhasen

Es wurden insgesamt 3.079 Feldhasen erlegt, 156 Exemplare weniger als im Vorjahr. Fast zwei Drittel dieser Strecke sind Verkehrsopfer.

Kaninchen

Leicht erholt hat sich die Kaninchenstrecke. Im zurückliegenden Jagdjahr konnten landesweit immerhin 91 Kaninchen erlegt werden, fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor.

Fasane

Die Fasanenstrecke ist weiterhin rückläufig. Im betrachteten Zeitraum konnten 1.017 Fasane erlegt werden, 50 weniger als im Vorjahr.

Enten

Die Entenstrecke zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erholt. Insgesamt 9.526 erlegte Exemplare bedeuten einen Streckenanstieg von 4 Prozent.

Gänse

Nochmals geringer als im Vorjahr ist die Gänsestrecke. Nur noch 3.449 Exemplare konnten 2011/12 erlegt werden, ein Streckenminus von 6 Prozent.

Ringeltauben

Ergänzt wird die Niederwildstrecke durch 2.185 erlegte Ringeltauben. Damit stieg die Strecke dieser Art um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr an.


 

Raubwild

Die Strecken der Raubwildarten folgen unterschiedlichen Trends.

 

Rotfüchse

Im Jagdjahr 2011/12 konnten insgesamt 25.035 Rotfüchse erlegt werden, das sind nochmals 291 Füchse weniger als im Vorjahr. Das Ergebnis dokumentiert einen neuen Tiefstwert für Brandenburg in den letzten 20 Jagdjahren.

Steinmarder

Rückläufig ist auch die Strecke beim Steinmarder. Sie betrug im letzten Jagdjahr 1.300 Stück, 6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dachse

Der jährliche Anstieg der Dachsstrecken hält dagegen unvermindert an. Mit 3.295 Dachsen ist die letztjährige Höchstmarke erneut übertroffen worden. Allerdings wird ein Drittel dieser Strecke durch den Straßenverkehr realisiert.

Waschbären

Besorgniserregend verläuft die Streckenentwicklung beim Waschbär. Der Streckenrekord des Vorjahres wurde mit 14.495 Exemplaren noch einmal deutlich übertroffen. Die aktuelle Strecke bedeutet einen neuen Höchstwert für Brandenburg und ein kräftiges Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Welcher Art die Populationsentwicklung ist, die sich hinter dieser Streckenentwicklung verbirgt, lässt sich ahnen.

Marderhunde

Beim Marderhund ist die Streckenentwicklung dagegen weiterhin rückläufig. Im letzten Jagdjahr stehen 5.116 Marderhunde zu Buche, ein Streckenrückgang um 10 Prozent.

Minke

Die Minkstrecke Brandenburgs hält das Niveau der letzten Jahre. Im Jahr 2011/12 konnten insgesamt 212 Minke gestreckt werden, 15 mehr als im Vorjahr.


 

Die Auswertung der Statistik hat das Landeskompetenzzentrum des Landesforstbetriebs in Eberswalde vorgenommen. 

 

Kontakt

Referat 35 - Oberste Jagd- und Fischereibehörde
Volker Seweron
E-Mail an Volker Seweron 
Tel.: 0331-866-7655
Fax: 0331-27548-7655


Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde mit Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft
Dr. Kornelia Dobiáš
E-Mail an Dr. Kornelia Dobiáš 
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