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Gesundheitsschutz

Warum sind die Haare der Raupe gesundheitsgefährdend?

Die Brennhaare, enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Die direkte Berührung der Raupenhärchen oder der Kontakt mit aufgewirbelten Härchen (ca. 0,1 µm bis 0,3 µm lang) können beim Menschen gesundheitliche Beschwerden verursachen.

Ab wann sind die Raupen gesundheitsgefährdend?

Die Raupen häuten sich etwa ab Mitte Mai zum zweiten Mal. Ab diesem Zeitpunkt bilden sie die kleinen unscheinbaren Brennhaare mit Widerhaken Bis zum Erreichen des sechsten und letzten Raupenstadiums nimmt die Anzahl und Länge der „Brennhaare“ stetig zu.

Welche Symptome können nach Kontakt mit den Brennhaaren auftreten?

Die Brennhaare wirken sowohl chemisch als auch mechanisch. Sie können sich an der Oberfläche von Haut, Augen und oberen Luftwegen festsetzen bzw. in tiefere Schichten bohren und schmerzhafte Wunden verursachen. Das in den Brennhaaren enthaltene Nesselgift hat eine chemische Wirkung. Es kann ein schmerzhafter Hautausschlag mit heftigem Juckreiz auftreten. Auch Schwellungen im Bereich der Haut sind möglich. Meist sind die unbedeckten Körperteile wie Hals, Gesicht, Arme und Beine betroffen. Es kann zu Augenreizungen bzw. -entzündungen, Atembeschwerden und im Extremfall zu pseudoallergischen Schockreaktionen kommen. Auch können allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber und Schwindel auftreten. Bei wiederholtem Kontakt können die Beschwerden stärker ausgeprägt sein.

Wie lange halten die Beschwerden an?

Ohne Behandlung verschwinden die Beschwerden meist innerhalb von zwei Wochen.

Kann ich vorbeugende Maßnahmen ergreifen, wenn ich mich in der Nähe befallener Bäumen aufhalten muss?

In der Nähe von befallenen Bäumen sollte Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen getragen werden. Die Hosenbeine sollten möglichst über den Schuhen verschließbar sein, damit keine Brennhaare eindringen können. Empfindliche Körperteile wie Hals und Nacken sollten geschützt sein. Trockenes Laub oder trockene Erde sollten so wenig wie möglich aufgewirbelt werden, um die Gefahr des Einatmens von staubiger und mit Brennhaaren belasteter Luft sowie den Kontakt mit den im Laub befindlichen Brennhaaren zu verringern.

Was muss ich tun, wenn ich mit einem Mittel zur Bekämpfung des EPS in Kontakt gekommen bin?

Wenn man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mit Insektiziden in Berührung gekommen ist, sollte man gründlich duschen und die verunreinigte Kleidung waschen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Hautkontakt sind bisher nicht bekannt geworden. 

Was kann ich tun, wenn ich mit den Brennhaaren in Kontakt gekommen bin?

Es sollte möglichst sofort geduscht und Haare gewaschen werden. Die belastete Kleidung keinesfalls in der Wohnung ausschütteln, sondern so heiß wie möglich, am besten bei 60°C, waschen. Wenn trotzdem Symptome auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was kann ich bei auftretenden Hautirritationen tun, um den Juckreiz zu lindern?

Bei auftretenden Hautirritationen können Juckreiz hemmende Salben verwandt werden.

Wie lange behalten die Brennhaare des EPS ihre gesundheitsgefährdende Wirkung?

Die Raupenhaare behalten ihre gesundheitsgefährdende Wirkung mehrere Jahre.

Werden auch Tiere durch die Brennhaare gesundheitlich beeinträchtigt?

Säugetiere reagieren ebenfalls empfindlich auf die Brennhaare. Bei Haus- und Wildtieren können ähnliche Symptome wie beim Menschen auftreten, allerdings kommt es bei ihnen selten zu Erkrankungen. Tiere können aber als Überträger fungieren, wenn die Brennhaare auf dem Fell haften bleiben.

Wie wirkt Dipel ES auf Hunde und andere Säugetiere?

Untersuchungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung haben keine orale Toxizität festgestellt, es gibt deshalb auch keine Grenzwerte für eine unschädliche Aufnahme. Das in Dipel Es enthaltene Bakterium kommt natürlich vor, die Organismen sind darauf eingestellt. Zur Verwendung als Bekämpfungsmittel wird dem Bakterium ein Endotoxin hinzugefügt, das im Organismus von Säugetieren nicht wirkt.

An wen wende ich mich bei weiteren Fragen zum Gesundheitsschutz?

Bei Fragen zum Gesundheitsschutz kann man sich an die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte wenden.

Kontakt

Referat 34 - Wald und Forstwirtschaft
Martina Heinitz
E-Mail an Martina Heinitz

Tel.: 0331-866-7645
Fax: 0331-27548-7645


Referat 32 - Direktzahlungen, Acker-, Pflanzen- und Gartenbau, Pflanzenschutz, Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau
Dr. Cornelia Müller
E-Mail an Cornelia Müller
Tel.: 0331-866-7696
Fax: 0331-27548-7696


Ansprechpartner in den Landkreisen